Jean-Paul-Jubiläumsjahr Bayreuther Festakt erinnert an Todestag

„Wir wollen’s gehen lassen“: Mit seinen letzten Worten ehrt Bayreuth Jean Paul. Am 14. November vereinen sich Literatur und Musik im Haus Wahnfried.

Im Haus Wahnfried findet am Jahrestag ein Festakt statt. Foto: Thomas Köhler

Zwei Jahrhunderte nach seinem Tod wird Jean Paul in Bayreuth noch immer gelesen, gefeiert und gedeutet. Am Freitag, 14. November, widmet ihm Bayreuth im Haus Wahnfried einen Festakt unter dem Titel „Wir wollen’s gehen lassen“, wie eine Medienmitteilung aus dem Rathaus mitteilt.

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Der Satz – „Wir wollen’s gehen lassen“ – gilt als die letzten überlieferten Worte des Dichters und bildet den Schlusspunkt eines Jubiläumsjahres, das im März mit einer Eröffnung im Landrätesaal begann und seitdem eine Vielzahl an Veranstaltungen hervorgebracht hat: Lesungen, Theaterproduktionen, Ausstellungen und Konzerte erinnerten daran, dass Jean Pauls Werk weit über seine Zeit hinaus wirkt.

Das Gedenken am Jahrestag seines Todes im Haus Wahnfried vereint Literatur, Musik und Wissenschaft. Der Germanist Dieter Borchmeyer, emeritierter Professor der Universität Heidelberg, ehemaliger Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und einer der profiliertesten Kenner der deutschen Klassik, hält den Festvortrag „Jean Paul – musikalischer Dichter und Visionär der letzten Dinge“.

Kammerkonzert und Lesung greifen Passagen des Werkes Jean Pauls und eindrückliche Vertonungen auf – rezitiert von Schauspieler, Autor und Hörspielsprecher Heikko Deutschmann, musikalisch interpretiert von Ulf Schneider an der Violine und Jan Philip Schulze am Flügel.

Zum Abschluss diskutieren die Schriftstellerinnen und Schriftsteller Martin Mosebach, Tanja Kinkel und Christiane Neudecker im Podiumsgespräch, moderiert von Museumsdirektor Sven Friedrich. Wie aktuell seine Sprache, sein Humor und seine Gedankenwelt noch sind, steht im Mittelpunkt dieser Gesprächsrunde, die zugleich Bilanz des Jubiläumsjahres zieht.

Der Festakt beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Karten sind ab 1. November an der Kasse des Richard-Wagner-Museums erhältlich. Der Eintritt kostet 30 Euro, ermäßigt 15 Euro.