Das mit dem Motto klappte zwar nur bedingt – denn das war dem Sonnenuntergang gewidmet. Und der blieb bei wolkenverhangenem Himmel unsichtbar. Das tat der Atmosphäre aber keinen Abbruch. Spätestens dann, als Jörg Wettengel, Vorsitzender des Bergknappenvereins, und seine Kollegen nach Einbruch der Dunkelheit eine Reihe von Fackeln entzündeten, herrschte einfach nur Wohlfühl-Atmosphäre.

Dirigent in euphorischer Stimmung

Sehr zur Freude auch von Dirigent Jürgen Kratochvill, der geradezu euphorisch aufgelegt war. Hätten seine Schützlinge doch den Folgen der Covid-19-Krise mit vielen kreativen Ideen und Konzepten getrotzt, hätten sich als verschworene Gemeinschaft gezeigt. Darauf sei er schon stolz, sagte er nicht nur im Kurier-Gespräch, sondern auch später, als er den Besuchern einen Einblick in die Zukunftspläne der JBK gab.

Planung bis ins nächste Jahr

So soll die musikalisch erzählte Weihnachtsgeschichte eine Neuauflage erleben. Wenn auch Corona-bedingt nicht wie in den beiden vergangenen Jahren in der Marienkirche. In Planung ist auch ein Auftritt im Hof der Michelfelder Asamkirche, „dort haben wir viel Platz“. Nicht zuletzt soll im Mai am Samstag vor dem Muttertag ein Konzert auf die Beine gestellt werden.

Kulturleben muss weitergehen

All dies auch, um das kulturelle Leben nicht einschlafen zu lassen, um den Menschen wieder Live-Konzerte bieten zu können. Kratochvill sieht die Jugendbergmannskapelle da auch ein bisschen in der Vorreiterrolle, „wir lassen uns nicht unterkriegen, zählen zu den wenigen, die da schon seit Wochen wieder aktiv sind“.

Von den Beatles bis James Bond

Beifall aus dem Publikum für diesen Optimismus. Aber auch für die Leistungen der Musiker, die einen Streifzug durch die vergangenen Jahrzehnte mit Rock-, Pop, Musical- und Filmmusikklängen kredenzten. Von den Beatles bis zu Abba, von „My Fair Lady“ bis zu James Bond. Ein eingespieltes Team, dessen Bläserkunst auch ein paar Regentropfen nicht gefährden können.