Weitere Festnahme im November
Im November hatte die Bundesanwaltschaft in Dänemark dann den nun Mitangeklagten festnehmen lassen. Der Afghane soll dem Dänen zugesagt haben, einem unbekannten Dritten eine Waffe zu verschaffen und ihn zu einem Mordanschlag auf Volker Beck zu veranlassen, teilte die Behörde mit. Auch er sitzt seit seiner Auslieferung nach Deutschland in Untersuchungshaft.
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sagte der "Rheinischen Post": "Einmal mehr wird deutlich, wie zentral die Arbeit unserer Sicherheitsbehörden im Kampf gegen jene ist, die die Grundfesten der Demokratie zerstören wollen und dabei vor offensichtlich antisemitisch motivierten Mordanschlägen nicht zurückschrecken".
Beifall im Bundestag
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler, sprach während einer Bundestagsdebatte den beteiligten Sicherheitsbehörden seine Anerkennung aus. Gleichzeitig drücke er – im Namen des Bundestags – seine Solidarität mit den Betroffenen aus, sagte er, was mit Applaus quittiert wurde.
Die Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) verschärfte ihre Kritik am Umgang Europas mit der iranischen Führung: "Spätestens jetzt darf niemand mehr von Einzelfällen sprechen", verlangte Generalsekretär Gady Gronich. "Das iranische Regime führt einen systematischen Terrorkrieg gegen Juden, gegen Israel und gegen demokratische Gesellschaften – auch mitten in Europa und auf deutschem Boden." Sämtliche Finanzierungs-, Tarn- und Einflussstrukturen in Europa müssen kompromisslos offengelegt und zerschlagen werden. Ähnliche Forderungen erhob auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft.