Israel griff nach Angaben eines Militärsprechers Dutzende Ziele des Raketenprogramms im Iran sowie im Libanon an. Zudem sei der Kommandeur der ballistischen Raketeneinheit in der Region Kermanschah gezielt getötet worden. Außerdem teilte Israels Armee am Morgen mit, sie habe rund 15 Mitglieder der libanesischen Hisbollah-Miliz bei einem Luftangriff im Südlibanon getötet. Diese hätten einen Raketenangriff auf Israel geplant.
Israel weiter unter Beschuss
Israel wurde unterdessen erneut mit Raketen beschossen. Im Norden des Landes gab es am Vormittag nach Einschlägen in der Gegend der Stadt Haifa infolge eines iranischen Angriffs Schäden an Gebäuden und Autos, wie israelische Medien berichteten. Iranischen Informationen zufolge wurden Militärziele in Israel beschossen. Die iranischen Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Schäden an Militäranlagen und im Rüstungsbereich unterliegen in Israel der Zensur.
Auch die Golfstaaten meldeten weitere mutmaßlich iranische Attacken. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien berichteten von Verletzten, während in Kuwait Einsatzkräfte bemüht waren, den Betrieb einer Entsalzungsanlage fortzuführen.
Mehr Schiffe passieren Straße von Hormus
In der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus nahm die Zahl der Schiffspassagen unterdessen zuletzt etwas zu. Nach einem Bericht der Datenfirma Windward fuhren am Mittwoch 16 Frachter durch die Meerenge, am Vortag waren es elf Schiffe. Die Zahl der Durchfahrten beträgt aber noch immer nur einen Bruchteil des Verkehrs vor Kriegsbeginn. Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi hatte am Donnerstag einen neuen Mechanismus in Aussicht gestellt, der den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus regeln soll.