Zwei brüchige Waffenruhen
Israel und der Libanon hatten sich vergangenen Donnerstag auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der Waffenruhe in dem Konflikt geeinigt. Bedingung war unter anderem, dass die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel vollständig einstellt. Die Miliz selbst war nicht an den Gesprächen beteiligt, lehnte die Vereinbarung strikt ab und setzte die Angriffe auf Israel fort. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur sehr begrenzten Einfluss auf die Hisbollah.
Neben der brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon besteht seit dem 8. April eine zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Waffenruhe. Am 28. Februar hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen.
Verhandlungen zwischen USA und Iran gefährdet?
Trump strebt ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran an, um den Konflikt langfristig zu beenden. Die jüngsten Entwicklungen sind jedoch eine große Belastungsprobe für die Verhandlungen. Trump spielte die Folgen bisher herunter und sagte, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu müsse ein Abkommen außerdem akzeptieren. "Ich habe das Sagen. Ich habe das alleinige Sagen", sagte Trump der "Financial Times".
Mit Blick auf die zweite Waffenruhe sollten die Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter US-Vermittlung in Washington weitergehen. Das sagte der US-Botschafter im Libanon, Michael Issa, laut einer Mitteilung von Libanons Präsident Joseph Aoun bei einem gemeinsamen Treffen.
Israel auf längeren Krieg mit Iran vorbereitet
Israels Militär hatte sich zunächst auf einen mindestens mehrtägigen Konflikt mit dem Iran eingestellt. Den Angaben zufolge arbeitet das Land mit den USA bei der Abwehr des iranischen Raketenbeschusses zusammen, die Angriffe auf Ziele im Iran führe Israels Armee jedoch alleine aus.
Unterdessen setzte Israel seine Angriffe im benachbarten Libanon fort. Die israelische Luftwaffe habe dort mehrere Orte im Süden bombardiert, berichtete die Staatsagentur NNA. Im Umfeld der Stadt Nabatija seien dabei mindestens vier Menschen getötet worden.