Angriffe im Libanon
Israel hatte am Sonntag in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen – trotz einer Waffenruhe im Libanon, die unter Vermittlung von den USA zustande gekommen war. Die Armee habe in Beirut "Terroristen-Hauptquartiere" als Reaktion auf vorherigen Beschuss Israels durch die Hisbollah angegriffen, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.
Die Hisbollah ist der wichtigste nicht staatliche Verbündete des Irans. Teheran hatte zuvor gewarnt, dass weitere israelische Angriffe auf den Großraum Beirut als neuer Eskalationsschritt in der regionalen Konfrontation gewertet würden.
Längere Verhandlungen brachten keinen Durchbruch
Am 28. Februar hatten Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Teheran reagierte mit massiven Angriffen auf Israel und die Golfstaaten mit Raketen und Drohnen. Zuletzt hat der Iran in der Nacht auf den 8. April Raketen auf Israel abgefeuert. Am selben Tag einigten sich die USA und der Iran auf eine zunächst zweiwöchige Waffenruhe, die später verlängert wurde. Trump knüpfte diese auch an die Öffnung der Straße von Hormus. Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beendigung des Kriegs haben aber bisher keine Einigung gebracht.
Die Waffenruhe für den Libanon, wo Israel gegen die Hisbollah-Miliz vorgeht, war Mitte April verkündet worden. Vergangene Woche einigten sich Israel und der Libanon auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Feuerpause. Die libanesische Regierung ist keine Kriegspartei. Die Hisbollah-Miliz verhandelt nicht mit Israel und lehnte die vereinbarten Bedingungen ab.