CVC kaufte 2006 für etwa eine Milliarde US-Dollar einen Mehrheitsanteil an der Formel 1 und verkaufte diesen Ende 2016 an Liberty Media für ein Vielfaches. Das Unternehmen ist zudem im Rugby, Volleyball oder Cricket prominent vertreten, 2023 wurde eine strategische Partnerschaft mit der Damentennis-Tour WTA geschlossen.
Weitere Beteiligungen in Deutschland gibt es beispielsweise bei der Elster Group, die Messtechnik herstellt, bei Evonik und der Flint-Group. Sektoren, die CVC auf seiner Webseite auflistet sind zudem der Gesundheitssektor, Consumer/Retail, der Finanz- sowie der Logistiksektor. Im Südwesten hatte es CVC im Jahr 2019 in die Schlagzeilen geschafft, als es Verpackungsmaschinen-Sparte des Technologiekonzerns Bosch kaufte.
Was bedeutet der Rückzug von Blackstone mit Blick auf die Fanproteste?
Zwar nennt die DFL die Fanproteste nicht explizit als Grund für den Rückzug von Blackstone, eine Rolle dürften sie aber gespielt haben. So berichtet es jedenfalls auch der Sender Bloomberg. Die Fanorganisation „Unsere Kurve“ wertet den Rückschlag für die DFL als ersten Sieg der Anhänger, weitere klare Signale sind zu erwarten. „Natürlich ist dies jetzt ein erster Erfolg der Proteste. Eine neue, offene Abstimmung über den Investoren-Einstieg bleibt aber alternativlos“, sagte der 1. Vorsitzende Jost Peter. „Dass Blackstone anscheinend die Vereine der DFL als zu zögerlich empfindet, offenbart nur, mit wem man sich hier einlassen will: Mit einem Investor, der offensichtlich demokratische Strukturen und mitgliedergeführte Vereine als geschäftsschädigend begreift.“
Die Fans fordern vehement eine transparente Neuabstimmung, nachdem Geschäftsführer Martin Kind von Hannover 96 gegen die Weisung des Muttervereins für einen Investorendeal gestimmt haben soll. Kind gibt keine Auskunft. Der Forderung nach einer Neuabstimmung haben sich inzwischen mehrere Chefs von Bundesliga- und Zweitligavereinen angeschlossen. Ein Gesprächsangebot der DFL lehnten die Fanverbände ab.