Er selbst sieht sich als „liberaler Muslim“: Ahmad Mansour wuchs als Palästinenser in einer nicht praktizierenden muslimischen Familie in Israel auf, kam vor 21 Jahren nach Deutschland und engagiert sich nach eigenem Ansinnen für einen „toleranten Islam“. Dass er patriarchale Strukturen und muslimische Rollenbilder deutlich hinterfragt und jegliche Form des Antisemitismus verurteilt, hat den Psychologen nicht nur viel mediale Aufmerksamkeit, sondern auch Feindschaft in seiner eigenen Community eingebracht. Seine Kritik gilt auch „der Sprachlosigkeit der vergangenen zehn Jahre“.