Für Andreas Schager wird der Bayreuther Festspielsommer zu einer doppelten Herausforderung: In insgesamt 13 Vorstellungen singt der österreichische Heldentenor die Titelpartie – neunmal den päpstlichen Notar Cola Rienzi in „Rienzi“, viermal den „reinen Tor“ in Jay Scheibs „Parsifal“-Inszenierung. Zugleich feiert Schager ein persönliches Jubiläum: Seit zehn Jahren steht er auf der Bühne des Festspielhauses. Im Gespräch mit unserer Redaktion spricht er über seine anspruchsvollen Rollen, die besondere Bayreuther Akustik, musikalisches Slow Food und die Frage, warum kein technischer Fortschritt das unmittelbare Theatererlebnis ersetzen kann.