Interaktive Ausstellung Kunst im Wandel: Bayreuths neue Schau im Rathaus

Im Neuen Rathaus Bayreuth verschmelzen Kunst und Publikum zu einer einzigartigen Einheit. Eine Klanglandschaft aus Holz verändert sich stetig.

Das Kunstmuseum präsentiert ab Mittwoch, 22. Juli, in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses die interdisziplinäre und performative Ausstellung „Eigenkunstwerk“. Foto: Steffen Huber

Das Kunstmuseum Bayreuth eröffnet eine außergewöhnliche Schau im Neuen Rathaus. Besucher erwartet ein interaktives Erlebnis der besonderen Art. Ab Mittwoch, 22. Juli, präsentiert das Kunstmuseum Bayreuth in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses die interdisziplinäre und performative Ausstellung „Eigenkunstwerk“.

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Das Museum kooperiert dabei mit dem Kollektiv „Roams“. Dieses versteht sich als Plattform für künstlerische Forschungs-, Erfahrungs- und Begegnungsräume. Hinter „Roams“ stehen der Bildhauer Harald Kienle, der Sounddesigner Veith Michel v. Tsotzhousn, die Performerin Michaela Pereira Lima, die Videokünstlerin Linda Havenstein und die Lyrikerin Maria Trunk.

Künstlerisches Erleben im Fokus

Die Ausstellung „Eigenkunstwerk“ macht das prozesshafte künstlerische Erschaffen mit allen Sinnen erfahrbar. Der Name „Roams“ leitet sich vom englischen Verb „to roam“ ab, was so viel wie durchziehen, umherstreifen oder herumwandern bedeutet. Diese Idee des Umherwanderns prägt das Konzept von „Roams“, das unterschiedliche Disziplinen vereint.

„Roams“ führt die Besucher zum ursprünglichen Material Holz, das sowohl die Basis hochkultureller Klanginstrumente bildet als auch die einzigartige Akustik des hölzernen Saals des Bayreuther Festspielhauses prägt. Die Ausstellung zeigt eine fortwährende Auseinandersetzung mit handwerklichem und künstlerischem Schaffen aus interdisziplinärer Perspektive. Sie ist ein kontinuierlicher Akt der Gestaltung, bei dem sich die Holzklang-Landschaft im Neuen Rathaus durch mehrere Performances verändert, bis hin zum Live-Ausräumen während der Finissage.

Aktive Teilnahme der Besucher

Besucher sind ausdrücklich eingeladen, sich aktiv am Prozess zu beteiligen. Das Publikum wird Teil und Dialogpartner der Künstler. Die Bühne zeigt sich als Landschaftsraum, der mit dem Zuschauerraum in Skulptur, Klang und Performance verschmilzt.

Den Auftakt der Ausstellung „Eigenkunstwerk“ bildet die Performance „Exposition“ am Mittwoch, 22. Juli, um 19.30 Uhr in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses. Weiter geht es am Mittwoch, 12. August, von 18 bis 19 Uhr mit der Lyrik-Performance „Poiesis“. Die Ausstellung endet mit der Finissage am Samstag, 22. August, in der „Auflösung“ von 19.30 bis 24 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag: 9 bis 17 Uhr; Mittwoch: 9 bis 18 Uhr; Freitag: 9 bis 15 Uhr; Samstag/Sonntag: 13 bis 16.30 Uhr.