Innovationszentrum Plötzlich gibt es Stress ums Riz

Das Regionale Innovations- und Gründerzentrum (Riz) soll in den Eingangsbereich der Bayreuther Uni platziert werden. Rechts von der Hauptzufahrzt soll der Wall abgetragen und so Platz geschaffen werden, das Riz zu bauen. Foto: Nils Katzenstein

BAYREUTH. Dass Bayreuth neben der Universität ein regionales Gründer- und Innovationszentrum (Riz) bauen möchte, ist grundsätzlich beschlossene Sache. Dass es plötzlich mit dem Förderantrag eilt, ist die neue Meldung, die im Ferienausschuss des Stadtrates bekannt wurde. Um sicher Geld zu erhalten, muss das Schreiben im September bei der Bezirksregierung sein. Ohne zu wissen, was das die Stadt genau kosten wird.

Der Druck kommt aus München. Der Landtag hat im Mai über Fördermittel für das Riz abgestimmt. 7,57 Millionen Euro erhält die Stadt maximal. Die Verpflichtungserklärung dazu erlischt allerdings Ende 2019 – obwohl sie im Landtag eigentlich über einen Doppelhaushalt 2019/20 abgestimmt haben.

Fredy Schmidt, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt, berichtete im Ferienausschuss über eine Nachfrage beim bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW): „Er hat gesagt, dass es ein Risiko wäre, auf 2020 zu setzen.“

Somit steht die Stadt jetzt unter Druck, um das an der Hauptzufahrt zur Universität, wo derzeit ein Lärmschutzwall ist, geplante Projekt, nicht zu gefährden. Noch im September muss der Förderantrag gestellt werden.

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Und im Zuge dessen soll die Stadt auch eine verbindliche Zusage geben, dass sie sowohl den Eigenanteil des Neubaus als auch das zu erwartende laufende Defizit durch den Betrieb des Riz mindestens 15 Jahre lang übernimmt. Wie hoch dieses Defizit sein könnte, ist aber derzeit noch offen. Fredy Schmidt sprach auf Nachfrage mehrerer Stadträte von rund 150.000 Euro pro Jahr. Diese Berechnung sei aber ein Jahr alt, und es seien nicht alle Ausgaben berücksichtigt.

Bezüglich der Baukosten nannte Schmidt den Betrag von knapp 16 Millionen Euro – und damit rund acht Prozent mehr als vor einem Jahr. Genaue Zahlen sollen nach der Sommerpause genannt werden, wenn am 18. der Haupt- und Finanzausschuss sowie am 25. September der Stadtrat über das Projekt abstimmen sollen.

„Heute wollten wir Sie nur darüber informieren, damit es in den Fraktionen besprochen werden kann“, sagte Oberbürgermeister Brigitte Merk-Erbe (BG). Sie war lange zögerlich gegenüber dem Riz, nannte es am Mittwoch aber ein Projekt, welches „wichtige Impulse für die Bayreuther Wirtschaft setzen könne“. Zustimmung, aber auch Bedenken signalisierte die BG-Fraktion, die Grünen sind komplett gegen das Projekt. Der CSU geht die Umsetzung zu langsam, auch FDP/DU, JB und SPD unterstützen den Bau des Riz.  


Warum es bei der Debatte um die Lohengrin-Therme ging und weitere Stimmen zum Riz lesen Sie am Donnerstag in Ihrem Kurier.  

 

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