Notwendig wären 3200 Unterschriften gewesen. Am Dienstag übergaben Initiator Daniel Brunnabend und seine Mitstreiter die Kartons an Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.

Der Auftritt war einem Oberbürgermeister würdig. Vor dem Rathaus hatte die Initiative einen rund fünf Meter langen, roten und mit einem Radsymbol bedruckten Teppich drapiert, über den Ebersberger in Begleitung von zweitem Bürgermeister Andreas Zippel und Ulrich Meyer zu Helligen, dem Leiter des Stadtplanungsamtes, zur Tat schritt: der Entgegennahme der Kartons mit den gesammelten Unterschriften.

Die Stimmung war gelöst, trotz der Tatsache, dass auf einige Mitarbeiter der Stadtverwaltung, auf den Stadtrat und insbesondere auf den für den Radverkehr zuständigen Bürgermeister Zippel viel Arbeit zukommt. Denn sie alle sind nun gefordert, die Forderungen der Initiative zu überprüfen und abzuklopfen darauf, was machbar und damit umsetzbar ist. Lehnt der Stadtrat die Forderungen ab, kommt es innerhalb von drei Monaten zu einem Bürgerentscheid.

Doch bevor Bayreuths Bürgerinnen und Bürger zum Entscheid an die Urnen schreiten, werden sich die Vertreter der Initiative an den Tisch setzen und verhandeln über die geforderten Maßnahmen.
Die Chancen auf eine Einigung stehen nicht schlecht. War doch das Thema Radverkehr in der Stadt eines der den jüngsten Wahlkampf prägenden Themen. Und was ebenfalls Anlass zu Hoffnung auf Seiten der Radentscheid-Initiative geben kann, ist die Aussage von Oberbürgermeister Ebersberger, dass er das Engagement von Brunnabend und seinen Mitstreitern nicht nur gut finde, sondern dass er auch darauf setzt, dass es Verbesserungen geben muss. Im Gespräch mit dem Kurier nannte er als Beispiele unter anderem bessere Ringverbindungen, Verbesserungen in manchem Kreuzungsbereich und mehr spezielle Rad- und Fußwege.

Sprachs, schulterte einen Unterschriftenkarton und eilte zum ersten Gespräch mit den Vertretern des Bürgerentscheids. Bürgermeister Zippel an der Seite.