Initiative „Gelbes Band“ Obst für alle rund um die Neubürg

Offizieller Beginn des Projekts „Gelbes Band“ in den Neubürg-Gemeinden: Reinhold Küfner versieht in Hochstahl den ersten Apfelbaum mit der Kennzeichnung, links der Aufseßer Bürgermeister Alexander Schrüfer, recht Landrat Florian Wiedemann. Foto: Manfred Scherer

„Bitte pflücken“ – Wanderer und Ausflügler im westlichen Landkreis können sich auf den Sommer und auf den Herbst freuen: Zehn Gemeinden der ILE Neubürg haben beschlossen, bei der Initiative „Gelbes Band“ mitzumachen. Von Obstbäumen, die mit einen solchen Band markiert sind, darf man sich im Vorübergehen bedienen.

Die Initiative „Gelbes Band“ gibt es bereits in mehreren Regionen des Landkreises. Nun auch im Westen in der Fränkischen Schweiz. Landrat Florian Wiedemann und der Aufseßer Bürgermeister Alexander Schrüfer stellten das Projekt nun im Aufseßer Ortsteil Heckenhof vor – auf der Streuobstwiese, die Reinhorld Küfner und seinem Sohn Bernd gehört. Die Küfners gehören zu den ersten Privatleuten, die beim „Gelben Band“ mitmachen.

In den zehn Gemeinden der intermommunalen Allianz (ILE) Neubürg – in Mistelbach, Gesees, Hummeltal, Eckersdorf, Mistelgau, Glashütten, Plankenfels, Aufseß, Hollfeld und Waischenfeld werden nun Zug um Zug jene Obstbäume festgestellt, die in kommunalem Besitz sind und mit dem auffälligen gelben Band und einem wetterfesten Schild „Bitte pflücken“ markiert.

Darüber hinaus wollen die Bürgermeister der Neubürg-Gemeinden aber vor allem Privatleute animieren, ihre Obstbäume freizugeben, sagt ILE-Manager Philipp Herrmann. Wer an der Initiative mitmachen will, kann sich in den Rathäusern kostenlos das gelbe Band und den Flyer abholen.

Den Sinn der Aktion erläuterte Landrat Florian Wiedemann, der auch Vorsitzender der ILE ist, in Hochstahl: Es solle ersten vermieden werden, dass viel Obst an den Bäumen verfault. Zweitens solle versucht werden, einen durchaus feststellbaren Früchtetourismus zu kanalisieren. Es gebe Fälle, in denen ein Obstbauer „in die Röhre“ schaue, weil seine Bäume geplündert wurden. Solche Fälle, das betonte Wiedemann, seien aber weit weniger häufig als jene, in denen das „wertvolle Obst“ auf den heimischen Wiesen verdirbt.

Dies war auch die Motivation von Reinhold Küfner in Hochstahl, sich beim Aufseßer Bürgermeister Schrüfer zu melden: 60 Obstbäume hat er am östlichen Ortsausgang, gegenüber des Friedhofs, stehen. Dazwischen verläuft ein Wanderweg. Küfner sagt, er könne das gesamt Obst seiner Bäume nicht ernten. Deshalb markiert er die Baumreihe direkt am Wanderweg gelb. Zwölf Bäume sind es – Äpfel, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen, Birnen. „Alles umgespritzt“, sagt er. Ab Pfingsten kann es losgehen: dann sind die ersten Kirschen reif.

Autor

 

Bilder