Diese Linien sind betroffen Wieder Bus-Streik in Bayreuth angekündigt

Jürgen Lenkeit
und , aktualisiert am 24.02.2026 - 17:49 Uhr

Der Nahverkehr in zahlreichen Städten soll wieder zum Erliegen kommen. Auch in Bayreuth. Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstag zum nächsten Warnstreik aufgerufen. Nun haben sich die Stadtwerke dazu geäußert. Damit sollten Fahrgäste rechnen.

„Nur wenige Busse unterwegs!“ Bayreuth an der ZOH während des letzten Nahverkehrs-Streiks am 10. Februar. Foto:  

Die Gewerkschaft Verdi macht in den laufenden Tarifverhandlungen für Beschäftigte des Nahverkehrs Druck auf die Arbeitgeber. Am Freitag, 27. Februar und Samstag, 28. Februar sollen bundesweit Busse und Bahnen des Nahverkehrs im Depot bleiben.

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Streik wohl auch wieder in Bayreuth spürbar

Allein in Bayern sind wohl 13 Kommunen betroffen: „Insbesondere in Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Dachau, Fürth, Ingolstadt, Landshut, München, Nürnberg, Passau, Regensburg, Schwabach, Schweinfurt ist mit erheblichen Auswirkungen zu rechnen“, kündigt Verdi am Dienstag den kommenden Warnstreik an.

Bereits Anfang Februar streikten Busse und Bahnen im Nahverkehr. Auch in Bayreuth blieben die Busse der Stadtwerke in den Depots. Ausschließlich private Subunternehmer der Stadtwerke hielten vor wenigen Wochen den Busverkehr aufrecht.

Am späten Dienstagnachmittag haben sich die Stadtwerke Bayreuth in einer Pressemitteilung geäußert, wie sich der Streik auf Fahrgäste in Bayreuth auswirken wird. Erneut müssen sich Bus-Nutzer demnach auf Einschränkungen einstellen. Dank der Unterstützung von Partnerunternehmen können die Stadtwerke am Freitag knapp die Hälfte ihres Fahrplanangebots aufrechterhalten.

Anders sähe es am Samstag aus – hier fallen deutlich mehr Fahrten aus. Die Regionalbusse im Umland (unter anderem die Linien 328, 372, 378) sowie die Regionalzüge (zum Beispiel RB34) verkehren jedoch planmäßig und ohne Einschränkungen. Ab Sonntag, 1. März, fahren die Stadtwerke Bayreuth wieder nach regulärem Fahrplan.

Streikfahrplan zeigt, welche Busse fahren

Welche Fahrten am Freitag stattfinden, zeigt der Streikfahrplan, den die Stadtwerke online auf deren Webseite (https://www.stadtwerke-bayreuth.de/meldung/streik-von-freitag-bis-samstag) zur Verfügung stellen – den Streikfahrplan für Samstag veröffentlichen die Stadtwerke ebenfalls dort im Laufe des Mittwochs. Zudem können sich Fahrgäste an beiden Streiktagen über die Fahrplanauskunft des VGN (vgn.de und die VGN-App) informieren. Andere Apps und Portale – zum Beispiel der Deutschen Bahn – können die kurzfristigen Änderungen nicht abbilden.

Die Stadtwerke empfehlen Fahrgästen, in der Verbindungsauskunft auch alternative Haltestellen oder Start-/Zieladressen auszuprobieren, falls an den gewohnten Haltestellen keine passenden Fahrten angezeigt werden. „Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis. Auch bei den Fahrten, die stattfinden, kann es aufgrund der angespannten betrieblichen Situation zu Verzögerungen und hoher Auslastung kommen“, sagt Jan Koch, Sprecher der Stadtwerke Bayreuth.

In allen anderen Bereichen ist Normalbetrieb

Gleichzeitig läuft der Betrieb in anderen Unternehmensbereichen normal weiter: Die Verwaltung, alle Parkeinrichtungen, die Lohengrin Therme, das Stadtbad, das Kundencenter Energie & Wasser sowie die Energie- und Wasserversorgung sind nicht vom Streik betroffen. Das Kundencenter Verkehr an der ZOH wird am Freitag geöffnet bleiben – am Samstag hat es grundsätzlich geschlossen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Damit sollen Verdi-Angaben zufolge Differenzen im Lohngefüge beglichen werden. Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel betont, dass die Gewerkschaftsforderungen wirtschaftlich nicht stemmbar seien.