In kanadischer Liga Neu-Bayreuther auf Titelkurs

Eberhardt Spaeth (1)
Titelkampf statt Urlaub: Am Wochenende vor dem Trainingsauftakt bei Medi Bayreuth spielt Kalif Young um die Meisterschaft in Kanadas CEBL. Foto: Imago//Matthew Helfrich

Ein Neuzugang des Basketball-Bundesligisten Medi Bayreuth greift in der kanadischen Liga CEBL nach der Meisterschaft: Kalif Young steht mit seinem Team im Halbfinale.

Wird ein Spieler im künftigen Bundesliga-Kader von Medi Bayreuth zum ersten Training für die kommende Bundesliga-Saison als frisch gekürter Meister der kanadischen Liga CEBL erscheinen? Auf Titelkurs ist Kalif Young jedenfalls. Mit den Scarborough Shooting Stars hat sich der Center soeben für das Final-Four-Turnier qualifiziert, das am kommenden Wochenende in der Landeshauptstadt Ottawa ausgetragen wird.

Im Viertelfinale gewannen die Shooting Stars als Tabellendritter der Hauptrunde mit 12:8 Siegen gegen die Saskatchewan Rattlers (5./11:9) mit 108:96 (43:39), obwohl mit dem Ex-Chemnitzer Isiaha Mike ein Leistungsträger schon nach zwei Minuten ausschied. Vor nur 1612 Zuschauern in Toronto war dafür das mit 36:25 gewonnene dritte Viertel entscheidend, in dem die Gastgeber den Rekord für die meisten Punkte in einem Viertel eines Playoff-Spiels in der erst vierjährigen Geschichte der von Mai bis August spielenden Liga einstellten. Den dabei erreichten zweistelligen Vorsprung hielten sie solide, bis beim Stand von 97:81 die sogenannte Elam-Time begann. Dabei wird die Spielzeituhr abgeschaltet und stattdessen eine bestimmte Punktzahl als Marke für das Spielende festgelegt. In diesem Fall wurden 106 Zähler gefordert, und die übertrafen die Shooting Stars durch den sechsten Dreier (bei nur acht Versuchen) von Kassius Robertson. Der in der Saison 2018/19 für Bayreuth spielende Distanzwerfer war mit 24 Punkten auch der Topscorer der Partie. Kalif Young leistete in 25 Einsatzminuten einen soliden Beitrag zum Sieg mit elf Punkten (4/6 aus dem Feld und 3/3 Freiwürfe) sowie sechs Rebounds und vier Assists.

Im Halbfinale am Freitag treffen die Shooting Stars auf den Hauptrundenzweiten Niagara River Lions, der seiner Favoritenrolle gegen die Guelph Nighthawks um den künftigen Bayreuther Ahmed Hill auch in gegnerischer Halle gerecht wurde und nach einem überlegen geführten zweiten Viertel (36:12) ungefährdet mit 99:78 (53:34) gewann. Vor 1408 Zuschauern führte Hill die Korbschützenliste der Nighthawks mit 17 Punkten an vor dem früher für Weißenfels in der BBL aktiven Anthony Barber mit 15, aber beide trafen nur vier von 14 Feldwürfen. Niagara mit dem ehemaligen Bayreuther (Saison 15/16) Daniel Walden-Mullings (14 Punkte) war ausgeglichener besetzt und hatte als Alternative zum Wurfglück von außen das bessere Innenspiel (42:31 Rebounds).

 

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