In Bischofsgrün Neues Team dominiert das Feld

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Überfliegerin aus Slowenien: Ajda Kosnjek gewann beide Wettkämpfe auf der Ochsenkopfschanze in Bischofsgrün. Foto: Jan Simon Schaefer

Eine Mannschaft, die an den ersten beiden Wettkampforten noch nicht mitgewirkt hatte, trumpfte beim Alpencup der Skispringerinnen in Bischofsgrün groß auf: Die Sloweninnen dominierten auf der Ochsenkopfschanze.

Bestes Sommerwetter herrschte zum Abschluss der Sommertournee im Alpencup der Skispringerinnen in Bischofsgrün. Optimal waren die Bedingungen für die Teilnehmerinnen aus neun Nationen aber trotzdem nicht, denn sie erzwangen einige Änderungen am Programm.

Die zu Beginn vorgesehene Nordische Kombination mit dem abschließenden Rollerlauf auf der Bahn in Neubau konnte gar nicht durchgeführt werden. Nach einigen Trainingssprüngen vor mehreren hundert Zuschauern hatte der Nordostwind zunehmend stark aufgefrischt. Eingelagerte Böen im Bereich des Schanzentisches zwangen die Jury dazu, den Start des offiziellen Trainings immer wieder zu verschieben. Schließlich erfolgte zunächst die Absage des Spezialskispringens, um noch genügend Zeit für die Kombination zu haben, doch auch diese am frühen Abend gänzlich gestrichen werden.

Am zweiten Tag wurde dann schon früher als ursprünglich geplant mit dem offiziellen Training der 60 Spezialspringerinnen begonnen, ein folgender Probedurchgang entfiel, und der erste Wettbewerb konnte starten. Hier dominierten wie schon im Vorjahr die Sloweninnen, deren große Mannschaft bei den vorangegangenen Alpencup-Wettbewerben noch nicht am Start gewesen waren. Als Siegerin ging Ajda Kosnjek (NSK Trzic) hervor, die mit ihren Sprüngen auf 69,5 m dem Damen-Schanzenrekord von 70,5 m nahe kam, den die Französin Colinne Mattel bereits 2011 aufgestellt hatte. Die Französin Lilou Zepchi (CS Courchevel), die zuvor alle vier Wettbewerbe gewonnen hatte, musste sich mit 68,5 und 68 m diesmal mit dem zweiten Platz begnügen, und dahinter folgten drei weitere Sloweninnen. Beste Deutsche wurde Sina Kiechle vom SC Oberstdorf mit 62,5 und 64 m auf den sechsten Platz.

Um den Ausfall vom Vortag wenigstens teilweise wettzumachen, war anschließend noch ein zweites Springen mit nur einem Durchgang angesetzt. Auch dort gewann Kosnjek mit 68 m vor Zepchi mit 67 und zwei zwei slowenischen Teamkolleginnen. Sina Kiechle verbesserte sich diesmal mit 65 m auf den fünften Rang.

Die Gesamtwertung der Juniorinnen in der Serie mit den insgesamt sechs Wettkämpfen in Klingenthal, Pöhla und Bischofsgrün gewann Lilou Zepchi nach ihren vier Siegen und zwei zweiten Plätzen mit großem Vorsprung. Zudem führt die Französin auch weiterhin den Damen-Alpencup an. Zweitplatzierte ist hier Sina Kiechle vor der Österreicherin Meghann Wadsak.

Wie schon 2021 wurde beim Alpencup auch ein Wettbewerb für jüngere Springerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren durchgeführt. Dabei waren acht Teilnehmerinnen aus Österreich, der Slowakei und Deutschland am Start. Das erste Springen gewann Sara Pokorny von den Wiener Stadtadlern mit Sprüngen auf 60,5 und 59 m knapp vor Anna Deufel (SV Meßstetten) mit 58 und 57,5 m. Im zweiten gab es einen deutschen Doppelsieg durch Pia Loh (VSC Klingenthal) mit 58 m vor Deufel mit 56.

Insgesamt zogen die Veranstalter in Bischofsgrün ein positives Fazit. Auch wenn einigen Teilnehmerinnen der Kräfteverschleiß bei sechs Wettkämpfen unter hochsommerlichen Bedingungen innerhalb von sieben Tagen anzumerken war, konnte sich das Leistungsniveau doch sehen lassen.

Der Damen-Alpencup wird Mitte September im schwäbischen Degenfeld fortgesetzt. Nächster Wettkampf in Bischofsgrün ist der Bayerncup der Schülerklassen am 17. September.

 

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