Im Herbst Wie man Igeln beim Überwintern helfen kann

Ist gut gemeint auch gut gemacht? Wer im Herbst Igel aufnehmen oder ihnen helfen will, für den hat das Umweltamt der Stadt Bayreuth Tipps.

Ein junger Igel in einer Auffangstation. Auch im heimischen Garten kann man helfen, teilt das Umweltamt der Stadt Bayreuth mit. Foto: Armin Weigel/dpa

Ganz grundsätzlich ist die Aufnahme von Igeln nur dann sinnvoll, wenn diese offensichtlich schwer verletzt oder untergewichtig sind. Darauf weist das Amt für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Bayreuth hin. Wichtig: Auch wenn Igel sich den Lebensraum mit Menschen teilen und in dicht besiedelten Gebieten anzutreffen sind, handelt es sich immer noch um Wildtiere.

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Igel sind eine geschützte Tierart

Besonders im Herbst machen sich Igel in den Abendstunden bemerkbar. Bis die Temperaturen dauerhaft um den Gefrierpunkt liegen, sind die Tiere auf Nahrungssuche. Sie fressen sich den nötigen Fettvorrat für den bald anstehenden Winterschlaf an.

Im Garten kann jeder Igelfreund den Tieren helfen, indem einige Grundregeln eingehalten werden, die den Igeln das Überleben und im Herbst die Vorbereitung auf den Winterschlaf vereinfachen. indem einheimische Pflanzenarten verwendet werden und wenn möglich eine Blumenwiese anstelle von Einheitsrasen angesät wird. Igel benötigen für ihre Winterquartiere Herbstlaub.

Hobbygärtner sollten daher im Herbst nicht das komplette Laub beseitigen. Ein über mehrere Jahre liegengebliebener Reisighaufen, mit Laub überschichtet, bietet einen attraktiven Schlafplatz für den Igel.

Da Schnecken eine wichtige Nahrungsquelle für Igel sind, sollte die Schneckenbekämpfung – wenn sie schon unbedingt notwendig ist – nicht mit Gift erfolgen, sondern mit umweltfreundlicheren Methoden, wie zum Beispiel Bierfallen oder Schneckenzäunen. Generell sollte im Garten auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden und Gartenzäune sollten so gebaut werden, dass der Igel darunter durchschlüpfen kann.