Für die helle Variante versucht sich Ernstberger an einer Premiere. Dieses Bier reift in einem Fass, in dem zuvor in Mexiko fünf Jahre lang ein Tequila lagerte. Dessen krautig-würzige Aromen würden sich gut am Bock machen. „Man darf aber keinen Desperados erwarten, so eine Limo wird das nicht.“ Etwa ein halbes Jahr wird der Doppelbock darin lagern. Denn: „Ein Bock darf nicht zu frisch sein. Er braucht einfach eine gewisse Reifezeit, dann wird er runder. Wenn er zu jung ist, schmeckt er zu spritzig. Das Hopfenaroma ist dann noch nicht sauber eingebunden“, erklärt der Biersommelier.
Wesentlich länger wird der Whisky von Edelbrenner Gerstner im Gleißinger Fels verweilen. Mindestens drei Jahre Reifezeit wäre ohnehin vorgeschrieben – „der Plan hier im Bergwerk ist sogar, den Whisky vier bis fünf Jahre reifen zu lassen und zwischendurch immer Fassproben zu nehmen.“
Den Bergwerk-Besuchern, die sich für ein Whisky- oder Biertasting entscheiden, wollen die beiden Sommeliers dann während der Verkostung verdeutlichen, wie sich die hohe Luftfeuchtigkeit und die konstanten Temperaturen auf die Reifung im Fass auswirken.
Info: Bis zu den Herbstferien hat das Bergwerk Gleißinger Fels täglich geöffnet zu den Führungen um 11, 13 und 15 Uhr.