Im April findet das Frühlingsfest zum 51. Mal statt. Frühlingsfest wird neu gestaltet

Karussells lockten im vergangenen Jahr zum Frühlingsfest. Foto: Archiv / Harbach Foto: red

Vom 4. bis zum 12. April findet das Frühlingfest statt. In den vergangenen zwei Jahren war Jochen Mörz Festwirt. Er hat abgesagt. Das Frühlingsfest lohnt sich für ihn nicht mehr. Ein neuer Festwirt hat sich nicht gefunden. Anstelle des Festzeltes ist nun eine Osterhütte geplant. Dort sollen neun Tage lang Vereine die Getränke ausschenken. Jeden Tag ein anderer Verein. Doch nicht alle Vereine sind begeistert.

 
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Von einem "Lifting" des Frühlingsfestes ist bei der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH (BMTG) die Rede. "Wir geben den Vereinen die Möglichkeit, sich zu präsentieren", sagt Jan Kempgens von der BMTG. Auf die Ausschreibung des Frühlingsfestes hatte sich kein Festwirt gefunden. Von einer Notlösung will Kempgens dennoch nicht sprechen. Vielmehr verspricht er sich ein vielfältigeres Programm und größere Abwechslung. Kosten sollen den Vereinen nicht entstehen. Die BMTG stellt den Vereinen eine Hütte mit Sitzplätzen für 150 Besucher zur Verfügung. Auch die nötige Ausstattung, darunter Kühlschränke, Theke, Spülmaschine und Gläser, bekommen die Vereine kostenlos. Die Gewinne aus dem Getränkeverkauf dürfen sie behalten. Dafür müssen sie den Ausschank selbst organisieren.

Osterhütte statt Festzelt

Das war bislang die Aufgabe von Jochen Mörz. "Vor zwei Jahren habe ich mehr Heizöl verbraucht, als Bier verkauft", sagt der Festwirt. Das nasskalte Wetter vor zwei Jahren habe viele Menschen von einem Besuch auf dem Frühlingsfest abgehalten.Die Hütte im Festzelt sei der einzig warme Ort gewesen. Entsprechend gut besucht war sie. Im letzten Jahr schien zwar häufiger die Sonne, trotzdem seien zu wenige Besucher auf das Frühlingsfest gekommen. Mörz hält den Termin für zu früh, das Wetter sei zu unbeständig. "Auch in diesem Jahr kann es wieder schneien." Zudem fände nur einen Monat später schon das Volksfest statt. Den Herbst hält er für geeigneter. Wirt des Volksfestes bleibt Jochen Mörz aber. Mit den Besucherzahlen im Mai ist er zufrieden. Die Idee, die Vereine auf dem Frühlingsfest ausschenken zu lassen, hält er für gut. Allerdings müsse das Konzept stimmen. "Welcher Verein macht wann was - das muss geregelt sein."

Vereine statt Festwirt

Anfang Februar hat die BMTG über 600 Bayreuther Vereine angeschrieben. 30 Vereine können sich vorstellen, beim Frühlingsfest mitzuwirken. Volker Beck, Vorsitzender des FSV Bayreuth, spricht von einem interessanten Konzept. Er möchte vor allem sozial benachteiligte Kinder auf den Verein aufmerksam machen. Andreas Berghammer von der HaSpo sieht wenig Nutzen für die Vereine. Er vermutet, es ginge darum, Mitglieder auf das Frühlingsfest zu locken. "Wir sind bekannt und werden im Bierzelt keine neuen Mitglieder finden", sagt Berghammer.

Die BMTG sichtet nun die Rückmeldungen. Jan Kempgens ist optimistisch, die Vereine zu überzeugen. "Lieber eine volle Hütte, als ein leeres Zelt", sagt er. Ein Problem sieht er in der kurzen Planungszeit. Am 4. April wird das Frühlingsfest eröffnet. Kempgens glaubt an die Zukunft des Frühlingsfestes. Gudrun Sommerer vom Schaustellerverband sieht das ähnlich. Das Geschäft auf dem Frühlingsfest lohne sich nach wie vor. Den Termin will sie nicht verschoben sehen. Denn das Frühlingsfest markiere den Auftakt für die Bayreuther Festsaison.

isa


 

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