„Alles was machbar ist, werden wir machen“, sagt Weißmann. Deshalb stellt er mit der politischen Gemeinde und der Seniorenbeauftragten ein freies Adventssingen auf die Beine.„Wir wissen, dass für uns alle – aber ganz besonders für viele Senioren unter uns – die zugemuteten Einschränkungen des Miteinanders und der Möglichkeit zu Austausch und Geselligkeit einen schweren Einschnitt bedeuten; gerade zur Adventszeit“, schreiben Bürgermeister Karlheinz Escher, Seniorenbeauftragte Renate Pickelmann und Pfarrer Weißmann im Plecher Amtsblatt.

Gemeinsam

Dementsprechend richtet sich die Einladung in erster Linie an die Bürger der Marktgemeinde sowie an die kirchlichen Gemeindeglieder ab 70 Jahren. „Generell sind die Veranstaltungen aber für alle offen“, ergänzt Weißmann im Gespräch mit der Redaktion. Er habe seine Idee dem Bürgermeister vorgetragen und der war gleich begeistert. Und das ist geplant: An drei Adventssonntagen treffen sich Interessierte um 17 Uhr auf dem Kirchplatz, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. Außerdem will der Pfarrer eine kurze Geschichte vorlesen, und die Chöre tragen Lieder aus ihrem Repertoire vor. Länger als eine halbe Stunde sollen die Adventssingen nicht dauern. „Das dürfte zeitlich trotz Kälte in Ordnung sein“, so Weißmann.

Gestaffelte Gottesdienste

Beim ersten Mal wird der Chor Grain of Seed die Veranstaltung begleiten, am zweiten Advent der Kinderchor und die Kirchenband In Joy und am dritten Advent der Posaunenchor. Zur Weidenkirche geht es dann am vierten Advent: Bereits um 16 Uhr findet dort der Gottesdienst im Freien statt. Am Heiligen Abend selbst soll es gestaffelt vier Gottesdienste geben. Für die beiden Familiengottesdienste wird sogar ein Krippenspiel eingeübt: „Wir haben dieses Mal nur kleine Sprechtexte mit wenig Laufwegen“, erklärt Weißmann. So könne man sich an die Vorgaben des Infektionsschutzes halten. Die Kinder – unter denen sich auch Geschwister befinden – sind in zwei Gruppen aufgeteilt.

Zwei Weihnachtsbäume

Zurück zum öffentlichen Weihnachtsfeier-Ersatz: Für die Stimmung beim Singen schmückt der Heimatverein den Kirchplatz mit zwei Weihnachtsbäumen. Der Bauhof der Marktgemeinde kümmert sich um das Aufstellen des Pavillons, damit die Technik vor dem Wetter geschützt ist.

Winterwanderung

Eine Alternative zur Seniorenweihnachtsfeier in Pottenstein hat sich auch Erwin Sebald überlegt: Wenn das Wetter mitspielt, möchte er kurzfristig zu einer Winterwanderung einladen. „Draußen etwas zu veranstalten ist wohl am sinnvollsten“, sagt der Pottensteiner Seniorenbeauftragte im Gespräch mit der Redaktion. Die Tour wird rund zwei Kilometer lang sein, damit die älteren und „lebhaften Senioren“ gut mithalten könnten. Aber eine Einkehr wird nicht möglich sein: Die Lokale in Pottenstein seien zu klein, um alle Teilnehmer mit den geltenden Abstandsregeln unterzubringen, sagt Sebald bedauernd.

Nur zehn Senioren

Zur Weihnachtsfeier sind in der Vergangenheit immer 60 bis 70 Gäste gekommen, um Musikgruppen aus der Fränkischen Schweiz zu lauschen und das Christkind zu sehen. Andere Veranstaltungen waren mit 50 bis 60 Personen ähnlich gut besucht. Dieses Jahr seien wegen Corona und der Vorsicht der älteren Generation höchstens zehn Senioren gewesen. Einen Ausflug wie in der Vergangenheit gab es dieses Jahr gar nicht.

Gutschein statt Feier

Mehrere Hundert Senioren treffen sich normalerweise in der Auerbacher Helmut-Ott-Halle zur Weihnachtsfeier der Stadt. „In der gewohnten Art wird sie dieses Jahr aber nicht stattfinden“, sagt Tina Schwendner vom Stadtmarketing. Doch auch hier wurde eine Alternative gefunden: „Die Senioren über 75 Jahre bekommen als Ersatz für die Seniorenweihnachtsfeier einen Gutschein über ein Drei-Gänge-Menü von ,Essen auf Rädern‘ des BRK. Die Senioren in den Senioren- und Pflegeheimen erhalten auf andere Art und Weise einen kleinen Weihnachtsgruß.“

Feier fällt aus

Schlechter steht es um die Feier des Seniorenclubs Neuhaus/Pegnitz. Die Musiker haben von sich aus abgesagt, erklärt Petra Möller. Die Weihnachtsfeier entfällt deshalb dieses Jahr ersatzlos.