Ilse Aigner Lockere Gespräch mit Landtagspräsidentin

PEGNITZ. Ein bisschen aufgeregt war Stefan Krieg, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, schon. Schließlich war es der erste höhere Besuch in seiner noch kurzen Amtszeit. Landtagspräsidentin Ilse Aigner war zur Sommerlounge des CSU-Kreisverbandes im Alten Schloss gekommen. Ein zwangloser Austausch in lockerer Atmosphäre stand in der Einladung.

Kreisvorsitzende: Es sei schon etwas besonderes für Pegnitz, dass Ilse Aigner komme, sagte Kreisvorsitzende Gudrun Brendel-Fischer. Kurz vor Veranstaltungsbeginn kommt sie den Alten Graben entlanggelaufen. „Ich habe etwas abseits geparkt, weil ich hier schon ein paar Strafzettel bekommen habe“, erzählt sie. Dann läuft sie weiter. Eine Viertelstunde später Begegnung im Alten Schloss. Brendel-Fischer lacht: „Jetzt war ich so auf den Alten Friedhof fixiert und bin tatsächlich am Alten Schloss vorbei gelaufen.“ Doch dann schlüpft sie mit Ortvorsitzendem Stefan Krieg und der Chefin der Frauenunion, Regina Schrembs, schnell in die Rolle der Gastgeber und wartet mit ihnen gemeinsam auf die baldige Ankunft von Ilse Aigner.

Baumarkt: Auch Betzensteins Bürgermeister Claus Meyer will die Landtagspräsidentin mal kennenlernen und ist gekommen. Er ist auch etwas vor Veranstaltungsbeginn da. „Wann geht es los? 17 Uhr?“, fragt er. Eigentlich muss er schnell noch in den Baumarkt und eine Gartenschere kaufen. Das schafft er vorher. Und tatsächlich, bis die Landtagspräsidentin da ist, hat er seinen Einkauf erledigt.

Sicherheit: Hoher Besuch bringt andere Sicherheitsmaßnahmen mit sich, als man sie sonst in Pegnitz kennt. Zwei junge Männer in Jeans und dunklem Jackett schlendern auffällig unauffällig durch die Räume, lassen sich von Stefan Krieg alles zeigen, sprechen den geplanten Ablauf mit ihm durch. Sie sind vom Landeskriminalamt und für den Personenschutz von Aigner da. Wie sie heißen, dürfen sie aus Sicherheitsgründen nicht sagen, erklärt einer auf Kurier-Nachfrage. Sind sie bewaffnet? „Entschuldigung, keine Auskunft.“ Am Ende der Veranstaltung sind sie zufrieden, wie es gelaufen ist. Alles hat gepasst. Auch der Pegnitzer Polizeichef Roland Schmitt läuft vor Veranstaltungsbeginn außen herum, in Zivil mit Jeans und Sommerhemd, aber mit Holster und Pistole.

Garde: Sommerliche Getränke mit und ohne Alkohol gibt es. Die Bewirtung hat eine Abordnung der Faschingsgarde übernommen. Einheitlich in roten T-Shits und roter Schürze balancieren sie voll beladene Tabletts mit den dekorativ angerichteten Gläsern. Ein spannender Einsatz, den sie da haben. Aufregend und zum Glück zwanglos, denn da sagt keiner was, als plötzlich ein Tablett kippt und die Gläser herabstürzen und sich die kühle Erfrischung über den Boden ergießt. Schnell wird alles sauber gemacht und bis Ilse Aigner kommt, ist nichts mehr zu sehen. Als sie da ist, wird auf den Stufen vor der Tür ein Erinnerungsfoto gemacht. „Ihr müsst euch auf die Stufen stellen“, richtet die Landtagspräsidentin an. Sie ist sehr groß – 1,82 Meter. Deshalb sei sie als Kind auch aus der Ballettgruppe geworfen worden. Rasch noch etwas Smalltalk: Wie viele Gruppen und Jugendliche hat die Stadtgarde? Und ja, danke, nimmt sie die Einladung, mal zu einer Tanzaufführung zu kommen, an.

Aigner: Und dann, um 16.30 Uhr kommt die Landtagspräsidentin vorgefahren und wird von der örtliche Prominenz empfangen. Ja, sie war schon mal in Pegnitz, erzählt sie auf Kurier-Nachfrage. Stefan Krieg erklärt ihr, dass das Alte Schloss ursprünglich ein Krankenhaus war. Es werden Bilder mit diversen Anordnungen gemacht. Schon im Eingangsbereich wird Aigner in zwanglose Gespräche verwickelt. Wie wichtig ist so eine Lounge – das neue Format des Stammtisches? „Sehr wichtig“, betont sie. Es biete die Gelegenheit mit Ehrenamtlichen aus allen Bereichen ins Gespräch zu kommen, zu hören, wo der Schuh drückt. Und es soll ein wenig anders sein, als sonst. Keine langen Reden von allen möglichen, sagt sie und verspricht selber auch, ein kurzes Grußwort zu halten. Es dauert eine Weile, bis die Landtagspräsidentin in den Veranstaltungsraum vordringt und dort von den Besuchern mit Applaus empfangen wird. Es ist warm und man versucht, sich mit den angebotenen Getränken etwas abzukühlen. Ilse Aigner steht mit Gudrun Brendel-Fischer und Stefan Krieg gelassen an einem Bistrotisch. Man warte noch bis 17 Uhr, sagt Krieg, auf diese Uhrzeit hat man schließlich geladen.

Reden: Und dann geht es los. Brendel-Fischer und Krieg halten kurze Reden, begrüßen ein paar Leute namentlich, betonen den besonderen Tag, der es durch den Besuch der Landtagspräsidentin ist. Die spricht von Demokratie und wie wichtig die Rolle der Frau in der Politik ist. Schließlich stellt sich noch der designierte Landratskandidat Klaus Bauer vor und erzählt zur Erheiterung der Gäste, dass er Statist bei den Wagner-Festspielen ist. Passend zur Rolle von Brendel-Fischer, die Integrationsbeauftragte der Staatsregierung ist. Bauer spielt einen Flüchtling beim Parzival.

 

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