Ihre Meinung zum Trend Eisbaden als Hobby – risikoreich oder gesund?

Das Hobby im eiskalten Wasser gewinnt stetig an Popularität. Gleichzeitig ist es eine risikoreiche Unternehmung. Wie sehen Sie also Eisbaden als Freizeittrend? Stimmen Sie hier ab.

Eisbaden erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Doch es gibt auch kritische Stimmen zu diesem Hobby. Uns interessiert Ihre Meinung zum Thema. Foto: picture alliance/dpa

Die Reaktionen reichen von Fassungslosigkeit und Kopfschütteln bis hin zu respektvollen Blicken, wenn sich am zugefrorenen Fichtelsee bei Neubau Leute dazu entschließen, ins eiskalte Wasser zu steigen. Mit Säge und Axt bewaffnet stemmen sie die Eisfläche auf – nur, um durch die Öffnung in den beißendkalten See einzutauchen. Die Kälte geht durch Mark und Bein. Der Atem stoppt.

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Am Fichtelsee macht sie Ice Crew Eisbaden einmal im Jahr zum Event für alle. Foto: Redaktion

Und genau in diesem Moment offenbart sich die Stärke des menschlichen Geistes. Denn beim Eisbaden geht es nicht nur um Abkühlung, sondern auch um das Überwinden von Grenzen. So zumindest haben einige Eisbader ihre Motivation für den Tauchgang in winterlicher Landschaft beschrieben, als unsere Redaktion die selbsternannte „Ice Crew“ zum ersten Mal am Fichtelsee getroffen hat.

Mit ihrem Hobby sind sie keineswegs mehr allein. Glaubt man dem Blick in die Sozialen Medien, avanciert Eisbaden seit einigen Jahren zu einem regelrechten Trend. Immer mehr Menschen posten dort Videos, wie sie bei Minusgraden in eiskalte Seen eintauchen, in Regentonnen oder in eine Badewanne voller Eiswürfel.

Den Kreislauf in Schwung bringen, das Immunsystem stärken und mentale Grenzen überwinden: Das sind die Gründe, die dann im Internet häufig genannt werden, um dieses nicht gänzlich ungefährliche Hobby zu rechtfertigen. Die risikoreiche Kehrseite, vor der medizinisch versierte Personen warnen, wird dann von vielen Eisbadern wissentlich oder unwissentlich in Kauf genommen.

Im Eiswasser verfällt der Körper in Stress

Die Körpertemperatur sinkt und das Herz hat Stress durch den Kälteschock. Zu lange im kalten Wasser wird es dann schnell gefährlich. In offenen Gewässern kommen andere Gefahren hinzu – gerade, wenn ein See zugefroren ist. Wenn dann jemand unter die Eisdecke gerät, ist die Situation sehr ernst. Derjenige könnte ja nicht mehr auftauchen und Luft holen, selbst wenn er dazu noch in der Lage wäre.

Auch nach dem Badegang bestehen Risiken – nämlich dann, wenn man sich falsch aufwärmt. Keinesfalls sollte man in heißes Wasser steigen. Auch vom Eiswasser in die Sauna ist tabu. Dann wird das kalte Blut mitunter zu schnell durchs Herz gepumpt, was zu Problemen führen kann.

Zwei Seiten mit guten Argumenten

In Anbetracht dieser Risiken könnte man Eisbaden als Hobby also kritisch sehen. Gleichzeitig sprechen gesundheitliche Aspekte für dessen Ausübung, sofern man medizinisch fit ist. Sehen Sie die Popularität des Eisbadens fraglich, weil zu leichtfertig damit umgegangen wird? Oder ist es für Sie eine interessante Alternative, um die eigene Gesundheit zu fördern?