Im Bechersaal traten schon namhafte Kabarettisten auf und legten ihre Finger dorthin, wo es weh tut. Gestern hatten die Bayreuther Grünen das Wort. Und es hagelte kommunalpolitische Spitzen. Das Florett führten der Landtagsabgeordnete Tim Pargent und das Ensemble eines Sketches, den Stadtrat Klaus Wührl-Struller moderierte. So gab es an diesem Aschermittwoch viel zu lachen. Es ist ja Wahlkampf: „Ermüden, einschlafen, Ebersberger“, legte Tim Pargent vor. Eine freche Replik auf den Slogan des Amtsinhabers. Aber damit aber noch nicht genug. Pargent legte nach. Anspielend auf den damaligen Oberbürgermeister Michael Hohl, der sich eine Dusche im Amtszimmer installieren ließ, witzelte Pargent: Wenn Sabine Steininger erst einmal Oberbürgermeisterin wäre, würde er mit ihr zusammen das Boxspringbett aus dem Amtszimmer schmeißen und den Schreibtisch wieder reinstellen. Der folgende Sketch nahm die Eröffnung des Friedrichsforums vorweg. In die Rolle des Oberbürgermeisters Ebi war Uwe Steininger geschlüpft. „Im Brenzib schlof ich ja gern. Mit voller Energie“, so sein Seitenhieb. Die Kandidatin Sabine Steininger dagegen mit vollem Elan: „Ja, mancher trauert einem diffusen „Früher war alles besser“ nach. Aber jetzt geht’s um die Zukunft. Im Friedrichsforum und der ganzen Stadt.“ Und wenn’s um die Wurscht gehe, dann müsse es auch mal ohne Wurscht gehen. Beim Thema Kinder und Jugend, den sanierungsbedürftigen Schulen. „Die Worscht darf uns eben nicht Worscht sein“, proklamierte die Herforderin und hatte die Lacher auf ihrer Seite. Bevor es in die Stadtpolitik ging, rechnete Pargent mit der CSU in München ab. Mitten im Dezember habe Ministerpräsident Söder dort zum pompösen Adventskonzert in die Münchner Residenz eingeladen, bei dem keiner fehlen durfte.
Humor im Bechersaal Freche Spitzen beim Aschermittwoch der Grünen
Udo Bartsch 18.02.2026 - 21:52 Uhr