Die Situation habe sich am Donnerstagvormittag entwickelt, sagt die Rektorin Heike Gürtler am Freitagmorgen im Gespräch mit dem Kurier: Ein Lehrer, der seit längerer Zeit erkrankt gewesen sei, habe sie am Donnerstagmorgen darüber informiert, dass er ein positives Ergebnis eines Corona-Tests bekommen habe. "Das Testergebnis hat ewig gedauert", sagt Gürtler. Daraufhin habe man auf Anordnung des Gesundheitsamts vorsorglich 100 Schüler am Donnerstag in häusliche Quarantäne und zum Test geschickt. Weitere zehn Kinder seien jetzt - ebenso als Vorsichtsmaßnahme, wie Gürtler betont - in häusliche Isolation geschickt worden. Eine Zahl, die sich am Freitagmorgen auch wieder ändert, wie Gürtler unserer Zeitung mitteilt: Man habe 17 Kinder, die den positiv getesteten Lehrer in einem Kurs hatten, wieder herausgenommen aus der Quarantäne. Denn: Den Vorgaben der Schule zufolge hatten die Kinder aus unterschiedlichen Klassen in dem Unterrichtsfach stets Masken getragen, was eine Isolation nicht notwendig mache. Damit sind Stand Freitagvormittag noch 93 Kinder in Quarantäne.

Negatives Testergebnis: Nächste Woche wieder Schule

Die Schüler müssten sich jetzt testen lassen. Könnten aber, bei negativen Testergebnissen, bereits in der kommenden Woche am Dienstag oder Mittwoch zurück in die Schule kommen

Viele Schüler aus unterschiedlichen Klassen

Wie Heike Gürtler präzisiert, seien eine fünfte und eine neunten Klasse sowie Schüler von der Anordnung betroffen, die in mehreren Fächern von dem Lehrer am 6. und 7. Oktober unterrichtet worden seien. Danach sei der Lehrer krank und nicht an der Schule gewesen. Deshalb sei die zahl der Kinder auch noch einigermaßen überschaubar. Gürtler sagt, der betroffene Kollege sei seit Beginn der Pandemie "extrem verantwortungsvoll" mit der Corona-Situation umgegangen, "er kann auch nicht sagen, wo er es her hat. Es sei plötzlich losgegangen", sagt Gürtler.

Persönliche Info für die betroffenen Schüler

Sie und die Lehrer hätten die Schüler, die jetzt in Quarantäne gehen mussten, persönlich informiert. "Für einige ist es eine besonders unangenehme Situation, weil Kinder darunter sind, die eigentlich am Wochenende ihre Konfirmation gehabt hätten, zum Beispiel", sagt Gürtler. "Es gibt natürlich auch viele Fragen in den Klassen."

"Alles eine Frage der Zeit"

Grundsätzlich, sagt Gürtler, deren Schule von Anfang an ein sehr striktes Sicherheits- und Hygienekonzept gefahren hatte, befinde man sich "in einer nicht zu unterschätzenden Situation. Wir waren extrem glücklich, dass alles gut angelaufen ist und alles sehr lange sehr gut ging. Aber das, was jetzt passiert ist, war eine Frage der Zeit."