Huebnotix-Weihnachtskonzert Musik, die glücklich macht

Huebnotix und die Velvet Voices: Das Weihnachtskonzert im Zentrum macht gute Laune. Mit viel Hingabe und einem ansprechenden Musik-Mix schaffen Musiker und Sänger eine besondere Atmosphäre im Europasaal. Foto: Andreas Harbach

BAYREUTH. Zum Schluss rieseln Schneeflocken vom Himmel. Nicht ganz, sie kommen zwar von oben, aber wir sind ja im Zentrum. Dennoch passt der Schnee zur Stimmung, denn die ist ausgesprochen positiv, vorweihnachtlich beseelt könnte man sagen.

Dabei spielt die Bayreuther Kultband Huebnotix während ihres Auftritts gar keine Weihnachtslieder. Vielmehr haben Andi Hübner (Gitarre, Gesang), Joe Greiner (Piano), Andy Sack (Schlagzeug, Gesang) und Markus Burucker (Bass, Gesang), unterstützt von Mike Müller (Percussion) das Programm einmal mehr Idolen aus Rock- und Pop-Geschichte gewidmet.

Keine lauten und bombastischen Nummern haben sie fürs Publikum im rappelvollen Europasaal ausgesucht, sondern überwiegend gefühlvolle, nachdenklich stimmende Songs. Geschrieben von Musik-Legenden wie REM, Peter Gabriel, Paul Simon, Supertramp, Frank Zappa, Genesis und den Beatles.

Damit keine allzu große Sehnsucht nach früheren Konzerten aufkommt, warnt Markus Burucker gleich zu Beginn: „Die Strings ham er in die Wüste geschickt, do is es schee worm.“ Denn diesmal sind es vier talentierte Frauen, die als Background-Chor mit ihrem Gesang die Band begleiten. Dabei wird den Velvet Voices – Elli Fuchs, Emmy Carra, Lisa Herold und Melli Büttner– aber genug Freiraum für Solo-Einlagen gelassen, die die Zuhörer begeistern. Ob „A long way home“ von der selbstbewussten Elli Fuchs, Melli Büttner mit ihrer starken Adaption von „No, no, no“ von Amy Winehouse oder Lisa Herold mit einer mutigen Interpretation von „Uprising“ der Band Muse. Emmy Carr, eher zurückhaltend wirkend, konnte am Ende mit „Fix you“ von Coldplay voll überzeugen. Keine der Sängerinnen muss ihr Licht unter den Scheffel stellen.

Natürlich klingen die Nummer nicht immer exakt nach den Originalen. Schließlich wurden sie im charakteristischen Huebnotix-Sound dargeboten – mal rockig, groovig, mal jazzig angehaucht und sanft. Selbst dem abhanden gekommenen Kulturreferenten und Donald Trump ist ein Song gewidmet. Ein über zwei stündiges Konzert mit hohem Mitsing- und Mitklatschfaktor und einem Programm, das Menschen glücklich machen kann.

 

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