Holzfuhrwerk kontrolliert Zu schwer für die Waage

Die mobilen Waagen, die spezielle Kontrollgruppen der Polizei im Einsatz haben, können auch echte Schwergewichte genau erfassen. Foto: Bodo Schackow/dpa

Bis zu 50 Tonnen kann ein Spezialgerät wiegen. Doch auch das muss passen, als die Polizei das Gewicht eines Holzfuhrwerks ermitteln will. Doch die Beamten wissen Rat.

 
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Da war selbst eine Waageüberfordert, die eigentlich dafür gebaut ist, besonderes schwere Gewichte zu dokumentieren. Am Donnerstagnachmittag kontrollierten die Beamten der Polizei Stadtsteinach ein Holzfuhrwerk, das offensichtlich schwer beladen war. Als der Lkw samt Ladung schließlich gegen 13.40 Uhr im Steinbruch Stadtsteinach gewogen werden sollte, zeigte die die Waage kein Ergebnis, heißt es im Bericht der Inspektion Stadtsteinach.

Das Gerät war nur bis bis maximal 50 Tonnen ausgelegt. Der Schwerlasttrupp der Verkehrspolizei Bayreuth musste anrücken und die Achsen des Holz-Lkw einzeln wiegen. Am Ende wurde ein Gesamtgewicht von 51,8 Tonnen bei erlaubten 40 Tonnen gewogen. Der Fahrzeugführer musste einen Teil seiner Ladung auf ein zweites Fahrzeug umladen, ehe er seine Fahrt fortsetzen durfte. Den 40-jährigen Lkw-Fahrer erwartet nun eine Bußgeldanzeige, berichtet die Polizei.

Wenn gewerbliche Lkw überladen sind, zahlen Fahrer und Halter gleichermaßen, wobei der Halter immer etwas mehr zahlt als der Fahrer. Es gibt auch für beide Punkte in Flensburg. Die Bußgelder werden nach dem Grad der Überladung berechnet und reichen von 30 bis 425 Euro. Ab einer Überladung von fünf Prozent kommt auch noch für beide je ein Punkt hinzu.

Das Delikt wird deswegen mit hohen Bußgeldern und Punkten geahndet, weil zu viel Gewicht gefährliche Auswirkungen hat. Nicht nur der Bremsweg kann sich verlangern, berichtet der ADAC. Auch Ausweichmanöver verlaufen träger und benötigen mehr Raum. Im Ernstfall könne so ein zu schweres Fahrzeug sogar ins Schlingern geraten – oft mit fatalen Folgen, informiert Deutschlands größter Automobilclub.mbu

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