Hollfelderin hatte sich verirrt Vermisstensuche mit gutem Ausgang

, aktualisiert am 17.02.2021 - 15:21 Uhr

Großer Aufwand, mehrstündige Suchaktion, gutes Ende: Gegen 23 Uhr wurde in der Nacht zum Mittwoch (17. Februar) eine vermisste Hollfelderin wohlbehalten an der B22 aufgefunden. Nach eigenen Angaben hatte sie sich bei einem Spaziergang im Stadtwald verirrt.

Hollfeld - Die 54-Jährige war bereits am Vormittag von Angehörigen als vermisst gemeldet worden, bestätigte Matthias Bachofner von der Polizeiinspektion Bayreuth-Land auf Anfrage unserer Zeitung, „gegen Mittag lief das Ganze dann an“. Wenn auch nicht gleich im großen Stil, zuerst „galt es Hintergründe zu klären“.

Im Lauf des Tages wurde die Suche nach der Frau, die nach Kurier-Informationen zwischen 4 und 5.30 Uhr ihre Wohnung verlassen hatte, ohne ihr Handy mitzunehmen, dann ausgeweitet. Im Einsatz waren Personensuchhunde mit ihren Hundeführern sowie mehrere Streifenbesatzungen, sagt Bachofner.

Eine von den Hunden wahrgenommene Spur führte vom Anwesen der Frau in Richtung Stadtwald. Dort verloren die Hunde die Fährte. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde ein Polizeihubschrauber hinzugezogen, der über Hollfeld kreiste und mehrere Gebiete per Schweinwerfer absuchte. Als auch diese Bemühungen nicht zum Erfolg führten, wurde gegen 19.15 Uhr die Feuerwehr Hollfeld alarmiert.

Diese konzentrierte ihre Suche auf den Stadtwald, kleinere Trupps waren rund um die Gesamtschule, dem Arbeitsplatz der Frau, sowie im angrenzenden Kainachtal unterwegs. Das Lagezentrum wurde im Feuerwehrhaus Hollfeld eingerichtet. Unterstützt wurden die Hollfelder von den Feuerwehren aus Aufseß und Plankenfels mit Personal und Wärmebildkameras sowie der Feuerwehr Kirchenbirkig mit einer Drohne.

Vor allem die Suche im weitläufigen Stadtwald erwies sich als schwierig, bilanzierten die Verantwortlichen der Wehr am Mittwochmorgen. Nachdem die Absuche des weitverzweigten Wegenetzes zu Fuß nichts gebracht hatte, entschloss man sich gegen 22.30 Uhr, den Wald abschnittsweise mit Menschenketten zu durchforsten.

Doch dazu kam es nicht mehr: Kurz vor dem Start dieser personalintensiven Aktion wurde gegen 23 Uhr von einer Autofahrerin eine Person gemeldet, die an der B22 zwischen Hollfeld und Fernreuth entlangläuft. Die sofortige Überprüfung des Hinweises durch die Polizei ergab, dass es sich um die Gesuchte handelt.

Sie hatte sich nach eigenen Angaben nach einem Spaziergang im Stadtwald verirrt.

Im Einsatz waren laut Matthias Bachofner insgesamt rund 50 Aktive der Feuerwehren, darunter allein 30 aus Hollfeld.

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