Als sich am 22. Juli 1901 im Bayreuther Festspielhaus erstmals der Vorhang für „Der fliegende Holländer“ hob, schloss sich ein Kreis. Richard Wagner hatte den „Ring des Nibelungen“ und den „Parsifal“ selbst in Bayreuth inszeniert. Nach seinem Tod am 13. Februar 1883 brachte Cosima Wagner nach und nach auch die übrigen Werke ihres Mannes auf die Festspielbühne: „Tristan und Isolde“ (1886), „Die Meistersinger von Nürnberg“ (1888), „Tannhäuser“ (1891) und „Lohengrin“ (1894). Mit dem „Fliegenden Holländer“ vervollständigte die damals 63-jährige Festspielleiterin den Zyklus jener zehn Opern, die Wagner in seinem Festspielhaus aufgeführt wissen wollte.
Holländer-Premiere in Bayreuth Vom Geisterschiff auf den Grünen Hügel
Stephan Müller 26.07.2026 - 12:00 Uhr