Das Stipendienprogramm ist als langfristige Maßnahme etabliert. Dabei werden die Stipendiaten meist erst nach „gut einer Dekade voll ausgebildet sein“, sagt Landrat Bär, um im Landkreis tätig werden zu können. Ganz bewusst habe man deshalb auch Facharztrichtungen mit aufgenommen, die aktuell noch „gut“ besetzt sind – in denen jedoch aufgrund des durchschnittlichen Alters der aktuell praktizierenden Ärzte in Zukunft Nachfolger benötigt werden. Noch, erklärt Bär, herrsche in einigen Bereichen Überversorgung, die nehme jedoch stetig ab. Derzeit gebe es 8,5 nicht besetzte Hausarztsitze. Ähnliche sehe es bei den Kinderärzten aus. Funktionierende Praxen seien auch für Kommunen ein Gewinn, weil die Menschen sich umorientierten und für gute Versorgung auch weite Wege in Kauf nehmen – über Landkreisgrenzen hinweg.