Hof/Coburg - Weil er zu lange und mit den falschen Mitteln um das Familienunternehmen gekämpft hatte, musste sich ein 67-jähriger Unternehmer aus dem Landkreis Coburg nun vor der vierten Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hof verantworten. Die Richter verurteilten Alexander H. wegen 96 Fällen des Betrugs und zwei Fällen des Kreditbetrugs. Weil es ihm nach Überzeugung des Gerichts nur um den Erhalt des Unternehmens und der rund 80 Arbeitsplätze gegangen war und er sich persönlich nicht bereichert hatte, kam H. jedoch relativ glimpflich davon. Obwohl der reale Schaden nahe an einer Million Euro lag, bekam er lediglich eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten. Dem Urteil lag eine Verständigung zugrunde, wonach das Gericht für ein umfassendes Geständnis die Bewährungsstrafe zugesichert hatte