Stuttgart - „Wenn die Feierlokalität am Tag danach nicht mit Flatterband abgesperrt werden muss, war es keine Hockeyparty.“ Spätestens nach ihrer Siegesfeier auf der „MS Deutschland“ 2012 in London mussten die deutschen Hockeyherren mit solchen Bemerkungen leben. Damals hatten die Feierbiester bei ihrer Gold-Fete im Casino des Schiffs ein Party-Schlachtfeld hinterlassen. Ihr Anführer: Moritz Fürste. Der langjährige Kapitän wusste im richtigen Augenblick zu feiern, war aber auch auf dem Feld in den entscheidenden Momenten in Bestform. Der zweimalige Olympiasieger, Welt- und Europameister war zeit seiner Karriere ein Macher – und mindestens genauso wertvoll: Der 36-Jährige blickt auch nach Ende seiner Karriere 2018 kritisch über den Tellerrand hinaus.