Hochschulrat BMW-Manager kommt zur Uni Bayreuth

Alexander Bilgeri ist nun Mitglied des Hochschulrats. Die Universität Bayreuth erwartet sich von dem Kommunikator wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung.

Der BMW-Manager Alexander Bilgeri ist neues Mitglied des Hochschulrates der Universität Bayreuth. Foto: Rainer Haeckl

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, hat Alexander Bilgeri zum nicht hochschulangehörigen Mitglied des Hochschulrats der Universität Bayreuth berufen. Das teilt die Uni am Donnerstag mit. Bilgeris Amtszeit begann am 1. Januar 2026 und endet am 31. Dezember 2029. Der 51-Jährige ist bei der BMW Group verantwortlich die Kommunikation Personal, Produktion, Einkauf und Nachhaltigkeit.

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Mit Bilgeri gewinnt die Universität Bayreuth laut Mitteilung „einen der profiliertesten Kommunikatoren der deutschen Industrie“. Er verfüge über breite Erfahrungen in der operativen medialen Arbeit und gelte zugleich als einer der strategischen Vordenker dieses wichtigen Bereichs der Unternehmensführung.

Der 51‑Jährige gestalte seit vielen Jahren die Kommunikationsarchitektur der BMW Group maßgeblich mit und verantworte seit Oktober 2022 die Hauptabteilung „Kommunikation Personal, Produktion, Einkauf, Nachhaltigkeit“. Zuvor habe er unter anderem die Unternehmens‑, Produkt‑ und Technologiekommunikation geleitet, sei für die Kommunikation der Americas Region mit Sitz in den USA zuständig gewesen oder habe den Aufbau des BMW Group Corporate Mediahouse entscheidend vorangetrieben.

Werdegang

Bilgeri – verheiratet und Vater dreier Kinder – hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaftslehre studiert. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Allgäuer als freier Journalist beim „Der Westallgäuer“, eine der ältesten Heimatzeitungen Bayerns, gesammelt. Nach dem Studium hat Bilgeri verantwortlich einen Informationsdienst für Politik in Kooperation mit dem ZDF in Berlin aufgebaut.

Präsident Leible sieht Bereicherung für Uni Bayreuth

Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, sieht in der Berufung des erfahrenen Managers eine große Chance für die Universität: „Alexander Bilgeri verbindet strategische Kommunikationskompetenz mit einem tiefen Verständnis für technologische und gesellschaftliche Transformationsprozesse. Seine Perspektiven aus einem global agierenden Unternehmen wie der BMW Group werden unseren Hochschulrat bereichern und wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unserer Universität setzen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass seine Expertise einen spürbaren Mehrwert für die Universität Bayreuth schaffen wird.“

Bilgeris Arbeit sei der Mitteilung nach geprägt von der Verbindung strategischer Kommunikation, technologischer Transformation und nachhaltiger Unternehmensführung. Er gelte als Treiber integrierter Kommunikationsmodelle, die klassische Medienarbeit, digitale Kanäle und Social Media eng verzahnen.

„Natürlich funktioniert Social Media auch stark über Zuspitzung – aber wsa wäre die Alternative?“

In einem Interview mit der Branchenzeitschrift Horizont betonte er vor einigen Jahren schon die Bedeutung direkter, glaubwürdiger Kommunikation: „Natürlich funktioniert Social Media auch stark über Zuspitzung und den Ruf nach Aufmerksamkeit. Aber was wäre denn die Alternative? Wenn wir Teil des Diskurses sein wollen, dürfen wir die Räume, in denen über uns gesprochen wird, nicht unkommentiert anderen überlassen. Da muss man dann auch in Kauf nehmen, dass die eigene Position einmal nicht wertgeschätzt wird und uns der Wind ins Gesicht bläst. Das Schlimmste, was einer Branche passieren kann, ist, dass nur noch über sie und nicht mehr mit ihr gesprochen wird.“

Warum der BMW-Manager an die Uni Bayreuth kommt

Was den Spitzenmanager motiviert hat, diese zusätzliche Aufgabe zu übernehmen? Er sagt es so: „Ich verstehe mich als Impulsgeber im Hochschulrat. Das enge Miteinander zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist einer der wichtigsten Standortvorteile Deutschlands.“

Dabei möchte er seine“ Expertise als Kommunikator wirksam in das Gremium einbringen. Denn auch für Universitäten gilt: Eine starke kommunikative Positionierung ist ein Wettbewerbsvorteil, insbesondere in der sich aktuell stark wandelnden medialen Landschaft. Ich freue mich auf die Arbeit und die Zusammenarbeit im Hochschulrat.“

Der Hochschulrat der Universität Bayreuth ist eines der zentralen strategischen Gremien der Hochschule. Er begleitet und berät die Universitätsleitung in Fragen der Profilbildung, der strukturellen Weiterentwicklung, der Qualitätssicherung und der langfristigen strategischen Ausrichtung.