Lichtblicke bei der Hitzebetroffenheit
Trotz der insgesamt mäßigen Ergebnisse in Bayern gibt es etwa bei der direkten Hitzebelastung der Bevölkerung einzelne positive Beispiele. Passau erzielt hier mit einem Wert von 13,84 das beste Ergebnis in Bayern und verfehlte eine grüne Einzelbewertung in dieser Kategorie nur knapp.
Obwohl Bayern keine einzige grün bewertete Stadt vorweisen kann, stehen die Kommunen im Freistaat besser da als die absoluten Schlusslichter der Untersuchung, die in Baden-Württemberg liegen. Die Stadt Offenburg steht mit einem Beschirmungsgrad - also Beschattung etwa durch Bäume - von nur 12,78 Prozent bundesweit am Ende der Tabelle.
Hintergrund der Studie
Für den Check wurden neben Sommertemperaturen und Bevölkerungsdichte auch die Versiegelung mit Beton und Asphalt sowie die Zahl schattenspendender Bäume und Grünflächen mit Luftbildern in den Blick genommen. Es handelt sich somit um Schätzwerte, bei denen nicht alle Faktoren berücksichtigt wurden. Neu gepflanzte Bäume gingen etwa weitgehend nicht in die Schätzung ein.
Da Hitzewellen infolge des Klimawandels zunehmen, wird die Anpassung von Städten wichtiger. Die DUH fordert unter anderem eine konsequentere Entsiegelung und mehr Grünflächen.
Eine große Rolle spielte somit bei der Untersuchung die Frage, wie sich die Flächenversiegelung in den einzelnen Städten seit dem Jahr 2018 entwickelt hat und welcher Anteil der Gesamtfläche mit schattenspendender Vegetation bepflanzt ist. Hitze bringt gesundheitliche Risiken vor allem für ältere oder vorerkrankte Menschen.
Kühle Orte
Kühle-Orte-Karten sollen Menschen bei Hitzewellen helfen. München etwa hat gerade seine digitale, interaktive Karte kühler Orte weiterentwickelt und zeigt nun Stellen im Umkreis von 200, 500 oder 1.000 Metern an, die an heißen Tagen Schatten, Abkühlung oder Zugang zu Trinkwasser bieten. Neu ist laut Stadt auch die Darstellung des dreidimensionalen Stadtmodells. Damit können etwa der Schattenwurf von Gebäuden berechnet und somit schattige Routen zu unterschiedlichen Tageszeiten dargestellt werden.