Himmelkron ist Vorreiter Grüne gründenGruppe in Himmelkron

Redaktion
Die Führungsmannschaft der Grünen. Foto: /privat

Im Bund stark, in den hiesigen Kommunen kaum vertreten: So stellt sich die Lage der Grünen häufig da. Doch sie ändert sich, wenn auch langsam. Im Raum Kulmbach sorgen zwei engagierte Mitglieder für einen Anfang.

Die erste Ortsgruppe der Grünen im Kreisverband Kulmbach steht. Sie hat sich in Himmelkron gegründet. Ziel ist es, dass sich die stetig wachsende Partei auf diese Art kleinräumiger vernetzen und somit direkt vor Ort aktuelle Themen bearbeiten kann, heißt es in einer Mitteilung. Die oberfränkischen Landtagsabgeordneten der Partei, Ursula Sowa und Tim Pargent, lobten das große Engagement zur Schaffung der Ortsgruppe.

Bestrebungen, der Umwelt eine stärkere Stimme zu verleihen, gebe es in Himmelkron schon länger, spätestens seit den im Jahr 2019 öffentlich gewordenen Planungen zum Bau eines vierten Gewerbegebiets im Ort. Dieses solle 24 Hektar Fläche zwischen B303 und A9 versiegeln, zusätzlich zu den bereits bestehenden 50 Hektar. Dies ist laut Frank Günther – er ist zusammen mit Wilhelmine Denk Initiator der Ortsgruppe – „unverhältnismäßig viel versiegelte Fläche für einen so kleinen Ort“. Die beiden Gründungsmitglieder, die bei den Landtagswahlen 2020 für die klimapolitisch engagierte Liste „BZH“ kandidiert hatten, gehören nun der grünen Gemeinderatsfraktion in Himmelkron an. Mit der Partei an ihrer Seite wollen sie Themen wie ein nachhaltiges, zukunftsgewandtes Gemeindeentwicklungskonzept und ein Konzept zur Energiewende in den Gemeinderat einbringen.

Der Schutz der endlichen Ressourcen steht für Frank Günther an erster Stelle: „Ob Wasser- oder Flächenschutz, ob Energie oder Nachhaltigkeit. Diese Themen spielten hier in der Gemeindepolitik bisher kaum eine Rolle, was viele Bürger auch mit Blick auf angrenzende Gemeinden, die fortschrittlicher sind, beanstanden“, so Günther. Dies soll sich nun weiter ändern. „Die Endlichkeit unserer Ressourcen begreiflich zu machen, das ist so aktuell wie nie. Nachhaltigkeit heißt Unabhängigkeit, vor allem im Bereich Energie, und diese Unabhängigkeit kommt uns auf Dauer sicherlich günstiger“, hießt es in der Mitteilung der Partei weiter.

 

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