Jeden zweiten Tag hört einer auf Immer weniger, aber immer größere Milchviehbetriebe – Zweithöchste Milchleistung in ganz Bayern

Stephan Herbert Fuchs

HIMMELKRON. Die oberfränkischen Rinderzüchter blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück. Oberfranken habe erstmals die zweithöchste Milchleistung in ganz Bayern erreicht, sagte Zuchtleiter Frank Oertel bei der gemeinsamen Jahresversammlung der Kreiszuchtgenossenschaften Bayreuth und Kulmbach sowie des Milcherzeugerrings Oberfranken am Dienstag in Himmelkron. Natürlich mündeten diese Zahlen auch in einer ausgezeichneten Vermarktung. So seien heuer fast 28 000 Tiere umgesetzt worden.

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Allerdings dürften diese Erfolgsmeldungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch immer jeden zweiten Tag ein Milchviehbetrieb aufhört. Derzeit gebe es knapp 3000 Milchlieferanten in Oberfranken, rund 200 weniger als noch vor einem Jahr. Gründe dafür seien unter anderem der Umstieg auf alternative Produktionen, Generationswechsel, die Milchquotenperspektive oder Einkommensalternativen im außerlandwirtschaftlichen Bereich. Die Entwicklung sei damit klar vorgegeben, so Oertel: „Es wird künftig immer weniger, dafür aber auch immer größere landwirtschaftliche Betriebe geben.“

Die Rinderzüchter leisteten großartige Arbeit und würden dabei mit positiven Zukunftsaussichten belohnt, sagte der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner. Aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung und Umstellungen der Ernährungsgewohnheiten in vielen Ländern steige die Nachfrage nach ihren Produkten ständig. Die Rinderzüchter in den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach seien auf diese Entwicklung gut vorbereitet, indem sie bestens aufgestellt sind und ausgezeichnete Qualität liefern. Dem Verbraucher müsse man allerdings auch immer wieder klar machen, dass diese Qualität ihren Preis hat.

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Symbolbild: pa