Siso-Netz für Weidenberg hilft Fahrdienst zum Impfzentrum

Hier führen mit Elisabeth Dietzel und Ulrich Kuhlmann zwei Mitarbeiter des Siso-Netzes vor, wie es in Corona-Zeiten abläuft. Mit Mundschutz ausgestattet bietet das Netzwerk für ältere und behinderte Menschen nun auch Fahrten zu Impfterminen an. Foto: Wolfgang Zwing

Das soziale Netzwerk Siso-Netz will in der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg auch in der Corona-Krise weiter Hilfe koordinieren. Unter anderem bietet es Fahrten zu Impfzentren an.

Weidenberg - Das Siso-Netz versucht weiterhin alles, um seine Hilfsangebote für Senioren, Menschen mit Behinderung und pflegenden Angehörigen auch während der Corona-Krise anzubieten.

So bietet das soziale Netzwerk, das in der gesamten Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg tätig ist, jetzt auch Fahrten zu Impfterminen gegen das Virus an. Und auch die weiteren Tätigkeiten werden ununterbrochen ausgeführt. „Unsere geschulten Ehrenamtlichen stehen bereit, um bei Fahr- oder Einkaufsdiensten zu helfen“, sagt Wolfgang Zwing aus dem Leistungsteam von Siso-Netz.

Kleinbus ist für Rollstuhlfahrer geeignet

„In der zurzeit herrschenden Pandemie unterstützen wir besonders den Kreis der Risikogruppen mit unseren Angeboten“, sagt Zwing. Die Fahrten zu Impfzentren und Fachärzten würden dabei immer unter Einhaltung der vorgegebenen Corona-Beschränkungen durchgeführt. Außerdem werde derzeit nur ein Hausstand transportiert. Die Zusammenlegung von Fahrten, wie vor der Corona-Krise praktiziert, gibt es nicht mehr. „Mit unserem vereinseigenen Kleinbus können wir außerdem Personen, die an den Rollstuhl gebunden sind, fachgerecht befördern“, sagt Zwing. Es könne aber auch sein, dass Helfer und Bedürftige, die sich bereits kennen, weiterhin auch in Privat-Autos unterwegs sind, wenn es der gesundheitliche Zustand erlaubt. „Teilweise kennen sich die Menschen schon lange“, sagt Zwing. Ehrenamtliche des Siso-Netzes betreuen regelmäßig etwa 60 Leistungsnehmer.

Zwing weist darauf hin, dass das Siso-Netz keine Konkurrenz zu Taxis oder Pflegeunternehmen ist. „Wir koordinieren eine erweiterte Nachbarschaftshilfe.“ So werden die Senioren etwa nicht nur zum Arzt gefahren. „Wir wollen und müssen dabei bleiben“, sagt Zwing. Das ist gesetzlich so vorgegeben. Fahrdienst mit Begleitung. So heißt das Angebot deshalb offiziell. „Das ist aber nur eine von vielen Hilfsaktionen, die wir anbieten“, sagt Zwing. So gibt es etwa einen Besuchsdienst sowie Hilfe bei kleineren hauswirtschaftlichen Dienstleistungen oder bei der Bewältigung im Umgang mit der Bürokratie. In Nicht-Corona-Zeiten standen auch Ausflüge und Seniorennachmittage auf dem Programm.

Ehrenamtliche bekommen Aufwandsentschädigung

Die Ehrenamtlichen des Siso-Netzes, das schon zweimal für seine Arbeit überregional ausgezeichnet wurde, erhalten pro gefahrenem Kilometer eine Aufwandsentschädigung von 25 Cent und pro Stunde, die sie insgesamt unterwegs sind, von Vereinsmitgliedern acht und von Nicht-Mitgliedern zehn Euro. „Ab dem Pflegegrad 1 sind unsere Angebote als niederschwellige Betreuungsleistungen abrechenbar“, sagt Zwing.

Dem Siso-Netz ist es sehr wichtig, die Hilfsangebote auch in der Corona-Krise fortzuführen. „Damit die Menschen, die Hilfe benötigen, wissen, dass jemand da ist“, sagt Zwing. Natürlich werde aber niemand gezwungen. „Die ehrenamtlichen Helfer entscheiden, ob sie ihre Dienste noch anbieten wollen oder nicht.“

Die Angebote stehen allen Menschen zur Verfügung, nicht nur Mitgliedern des Vereins Siso-Netz. Die Koordination der Hilfsangebote findet nach Rücksprache unter den vier Telefonnummern 09278/3133025, 09278/3133026, 09278/3133027 und 09209/221256 oder per Mail an info@sisonetz.de statt. Weitere Informationen gibt es auch unter www.sisonetz.de.

 

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