Es ist ein Prozess, an dessen Ende einige Fragen offen bleiben. Fragen, die nach der Festnahme von W. im August 2015 gar nicht zu geben schien: Ein Mann, der seine Position schamlos ausgenutzt hatte, den Frauen, Patientinnen und Mitarbeiterinnen, eine Studie vorgelogen hatte, ihnen ohne ihr Wissen nach Dienstschluss und ohne klinisches Personal in der Klinik Bamberg ein starkes Beruhigungsmittel verabreicht hatte, sie im Intimbereich fotografierte, mindestens zweien von ihnen Sexspielzeug einführte, um seine Lust zu befriedigen. Beweise: eine Million Fotos auf seinem Computer, dazu eindeutig pornografische Fotos mit Praktiken, die zu seinem Vorgehen in der Klinik passten, dazu private Fotos, bei denen er sich selbst Sexspielzeug einführte. Dann war da noch der Fall mit dem 18-jährigen Patenkind seiner Frau. W. machte das Mädchen betrunken, filmte es heimlich auf der Toilette und macht Aufnahmen, als er mit Dildos, die er ihr zu ihrem Geburtstag geschenkt hatte, über den Bauch fuhr. Der Fall W. schien klar: 15 Jahre forderte Staatsanwalt Bernhard Lieb wegen schwerer Vergewaltigung, W. habe die Frauen mit starkem Beruhigungsmittel teils mit dem Auto nach Hause fahren lassen. Lebensgefahr.