Die Pfingstfeiertage verliefen in Bayreuth damals unspektakulär. Das Wetter war eher durchwachsen, und so stellten sich auf den Straßen rund um Bayreuth und in der Region keine Staus ein. Auch im Fichtelgebirge blieb es ruhig.

Enttäuscht davon waren in erster Linie die Ausflugsgaststätten, die vom Feiertagsbetrieb lebten, wie der „Nordbayerische Kurier“ berichtete. Das Kreuzsteinbad zählte kaum Besucher.

Doch es gab auch Nutznießer des schlechten Wetters: die Festzeltbetreiber auf dem Bayreuther Volksfest. Die Bayreuther zog es bei Regen und Wind erst recht ins Festzelt und auf die Bierbänke: Das Zelt war ständig voll besetzt.

In der Folge dessen hatte die Polizei vor allem mit Menschen zu tun, die zu viel getrunken hatten. Ein 26-Jähriger erlitt beim Schunkeln im Bierzelt einen Herzanfall. Mehrere Personen mussten von den Beamten nach Hause oder in die Ausnüchterungszelle gebracht werden.

Ein 21-Jähriger hatte sogar versucht, auf seinem Moped vor den Beamten in der Schulstraße zu fliehen. Er schaffte es aber nicht. Ihm wurde Blut abgenommen und sein Fahrzeug von den Polizisten sichergestellt.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier von einer Wirtshausschlägerei. Offenbar hatte eine Meinungsverschiedenheit dazu geführt, dass gleich mehrere Gäste eines Bayreuther Wirtshauses aggressiv geworden waren und anfingen, sich zu prügeln.

Einer der daran Beteiligten trug leichte Verletzungen im Gesicht davon. Der Wirt musste schließlich die Polizei rufen. Die Beamten konnten die Ordnung im Wirtshaus bald wieder herstellen.