Helfer bekommen Hilfe Lebensmittel-Transport in Hollfeld gesichert

Gabi Schnetter

Rund 50 Bürger, viele mitsamt Familien, bekommen wöchentlich Lebensmittel von den Hollfelder Helfern – die haben jetzt ein neues Fahrzeug im Einsatz. Möglich machte die Anschaffung tatkräftige Unterstützung außerhalb des Vereins.

Vor allem die ehrenamtlichen Fahrer – links – freuen sich über den neuen Transporter der Hollfelder Helfer. Für den kirchlichen Segen sorgten die beiden Geistlichen Pfarrer Hans Jürgen Wiedow, links, und Thomas Oehmke, rechts. Foto: Gerhard Leikam/Gerhard Leikam

Der Stolz steht ihnen ins Gesicht geschrieben: Elisabeth Eckert-Rost und Renate Taschner, das Vorstandsteam der Hollfelder Helfer, und vor allem ein halbes Dutzend Fahrer freut sich über den neuen Transporter, der ihnen zur Verfügung steht. Toll und leicht sei er zu fahren, sagt „Mozart“, einer der ehrenamtlich Tätigen, den alle nur mit seinem Spitznamen rufen. Er holt Lebensmittel aus der Region und bringt sie in den Laden in der Langgasse.

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Spender auch aus Hollfeld

Möglich gemacht haben das Spender aus Hollfeld und Umgebung, sowie die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“, die den Großteil der Kosten von insgesamt 26 500 Euro übernommen hat.

Sicherer Einsatz

In direkter Nachbarschaft des Gangolfturmes präsentierte sich der weiße Transporter Opel Vivaro am sonntäglichen Palmmarkt. Besucher – auf dem Weg zu Kaffee und Kuchen oder in die Musikschule, freuten sich ebenso wie Bürgermeister Hartmut Stern und einige Stadträte über die Neuerrungenschaft, die den ehrenamtlichen Fahrern das Leben nicht nur erleichtere sondern auch sicherer mache.

Stern verspricht Unterstützung

Als Konsolidierungsgemeinde könne die Stadt zwar nicht mehr die Kosten für die Versicherung übernehmen, wie es bisher gewesen ist, aber man werde den Verein weiterhin unterstützen, versprach Stern. „Ihr wisst, wo ihr mich findet,“ richtete er seinen Appell an Eckert-Rost und Taschner. Umso größer die Freude über das Engagement einiger Unternehmen, die Firmen Scannell, Röhm und Roder und Roland Teufel, Haustechnik, sowie der Wahlgemeinschaft Hollfeld-Land, der CSU Hollfeld, der Raiffeisenbank Fränkische Schweiz und des Bayern-München-Stammtisches, die die Grundlage für den Kauf gelegt hatten. Durch die Stiftung zu finanzieren waren dann noch 15 500 Euro, auch dank des Entgegenkommens des Autohauses MGS Motor-Gruppe-Sticht Bayreuth.

Fast schon eine Tradition

Ein Bibelwort (Sprüche 17,5): „Wer den Armen verspottet, verhöhnt dessen Schöpfer. Wer sich am Unglück anderer freut, bekommt seine Strafe,“ nahmen die beiden Pfarrer Hans Jürgen Wiedow und Thomas Oehmke als Grundlage für die Segnung des Transporters. Sie würdigten vor allem die ehrenamtliche Arbeit des Vereins, der sich über weitere Helfer und Mitglieder freuen würde. Eckert-Rost und Taschner bedankten sich herzlich bei der Kurier-Stiftung und ihrer Vorsitzenden Gabi Schnetter. „Es hat ja schon fast Tradition, dass wir den Hollfelder Helfern unter die Arme greifen. Auch das Vorgänger-Fahrzeug wurde von der Stiftung finanziert.“

Neues, farbenfrohes Logo

Zusammen mit dem Neuwagen erhalten die Hollfelder auch ein neues Logo: eine zuversichtlich lachende Familie, kunterbunt gemalt von der zwölfjährigen Venja und ihrem neunjährigen Bruder Hannes. Venja erklärt, was sie sich damals gedacht habe, als sie 2021 das Bild gemalt hat. „Das ist eine Familie, die sich freut, weil ihr geholfen wird.“ Viel besser kann man das Projekt Hollfelder Helfer nicht erklären.

INFO: Zu erreichen sind die Helfer unter Telefon 01 57/50 44 02 91. Mehr dazu auch unter www.menschen-in-not.org