Heinersreuth: Geld für Kinder und Straßen

Von Moritz Kircher

Im Gemeinderat sind sich alle Fraktionen einig: Kinderbetreuung kostet Geld. Und dass Heinersreuth dafür heuer einen ordentlichen Batzen ausgibt, das sei eben so. Es bleiben aber auch wichtige Investitionen auf der Strecke. Unter anderem die Sanierung der Schulturnhalle. Bürgermeisterin Simone Kirschner denkt sogar schon über einen Neubau nach.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Altenplos wird eines der wichtigsten Projekte heuer in Heinersreuth. Archivfoto: Ronald Wittek Foto: red

Aus den Haushaltsreden

Bürgermeisterin Simone Kirschner: Sie hat beim Haushalt aufs Gas gedrückt und hätte ihn am liebsten schon im Januar verabschiedet. Dennoch verabschiedet Heinersreuth als eine der ersten Gemeinden im Landkreis seinen Haushalt. "Wir haben viele Pflichtaufgaben, die unseren Gestaltungsspielraum einschränken", sagte sie. Es sei ihr aber wichtig, auch freiwillige Leistungen zu erhalten. Die Vereinszuschüsse wolle sie in der Höhe erhalten. Sorgen mache ihr, dass die Sanierung der Schulturnhalle in Heinersreuth verschoben werden musste. "Die Halle wird sicher nicht besser."

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Hans Dötsch (SPD): "Wir halten es momentan nicht für sinnvoll, über neue Projekte nachzudenken, wenn die dringlichsten Aufgaben nicht erledigt sind", sagte der ehemalige Bürgermeister. Er spielte damit auf ein Gemeindeentwicklungskonzept an, das seine Nachfolgerin auf den Weg bringen will.

Dötsch kritisierte auch, dass die Gemeinde trotz guter Einnahmen nur rund 108000 Euro Schulden abbaue. Bei diesem Tempo würde 33 Jahre dauern, bis der gesamte Schuldenberg abgetragen sei. Allerdings war der Haushaltsansatz im vergangenen Jahr ähnlich. Den eingeplanten Kredit musste die Gemeinde aber nicht abrufen.

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Ewald Beneth (Freie Wähler): Er blickte zurück auf die Sanierung der B85 in Heinersreuth, die die Gemeinde günstiger gekommen sei als geplant. Er hofft nun, dass auch die Sanierung der Ortsdurchfahr Altenplos so glatt laufe. Außerdem müsse die Gemeinde "dringend etwas an der Schulturnhalle machen".

Werner Kauper (CSU): Der Fraktionsvorsitzende warf unter anderem einen Blick auf das Defizit bei den drei Kindertagseinrichtungen. Diese machten "einen super Job, das kostet Geld." Aber das sei gut angelegt. Die Gemeinde habe mit dem Schulverband "eines der besten Bildungsangebote in der Umgebung".

Die wichtigsten Projekte

Die Haushaltsberatung in der Gemeinderatssitzung war nicht mehr viel mehr als das Verlesen der vorbereiteten Haushaltsreden. Über die wichtigsten Posten war schon zuvor in den Ausschüssen beraten worden. Die größte Belastung ist die Kinderbetreuung. Kinder aus Heinersreuth besuchen insgesamt 18 Kitas. Und aus diesen sind Anträge in Höhe von 830000 Euro an die Gemeinde herangetragen worden.

Die Sanierung der Turnhalle bleibt heuer wahrscheinlich liegen. 190000 Euro müsste die Gemeinde dafür locker machen. Simone Kirschner will alle Optionen durchrechnen lassen. Auch, ob ein Neubau langfristig günstiger sein könnte als eine Sanierung.