Wenn der Landkreis Kulmbach jetzt seinen Haushalt für dieses Jahr in die finalen Abstimmungsrunden bringt, müssen sich die Verantwortlichen nicht ganz so viele Sorgen machen wie andernorts. „Wir haben dieses Jahr einen enormen Zuwachs an Steuer- und Umlagekraft“, freut sich Landrat Klaus Peter Söllner. Kulmbach liege bei der Umlagekraft und auch bei der Steuerkraft deutlich höher als der Schnitt der oberfränkischen Landkreise. Die Zahlen des Landesamts für Statistik, die Söllner vorlegt, sind beeindruckend. Während es für den gesamten Freistaat gesehen bei der Zunahme Steuerkraft auf ein Nullsummenspiel hinausläuft, legt Oberfranken um 5,4 Prozent zu. Kulmbach kommt auf ein Plus von 10,3 Prozent. Bayern verliert je Einwohner 7,39 Euro, Oberfranken gewinnt 57,10 Euro, Kulmbach legt um 113,76 zu. Dass Kulmbach beim Anstieg so weit über dem bayerischen Durchschnitt liegt, findet der Landrat „extrem bemerkenswert und völlig außergewöhnlich“. Kulmbach sei mit diesem Ergebnis oberfrankenweit vom vierten auf den zweiten Rang vorgerutscht, in Bayern von Platz 52 auf Platz 37. Oberfrankenweit steht nur der Landkreis Forchheim besser da. Schlusslicht ist übrigens seit Jahren der Landkreis Bayreuth, wie die Liste des Landesamts ausweist.
Haushalt Warum Kulmbach von seinem Steuerplus wenig hat
Melitta Burger 21.02.2025 - 14:30 Uhr