Grund dafür ist ein positiv ausgefallener Coronavirus-Test bei einem Mitglied des Gästeteams aus dem schon länger stark von der Pandemie betroffenen Baden-Württemberg. Bereits am vergangenen Wochenende hatte Kornwestheim zur Partie gegen die TSB Heilbronn-Horkheim nicht angetreten können, da ein Verdachtsfall im Team bekannt war – und dieser hat sich nun bestätigt.

„Wir bereiten uns ganz normal vor, auch wenn wir nicht genau wissen, ob wir spielen werden. Kornwestheim hat die ganze Woche wohl nicht trainiert und wartet noch auf ein Testergebnis“, hatte sich Haspo-Cheftrainer am Mittwochabend geäußert. Nun hat der SV Salamander eine konsequente Entscheidung getroffen und das Spiel abgesagt, wie Haspo-Teambetreuer Michael Fröhlich auf Nachfrage bestätigte: „Aufgrund des Coronafalls in der Mannschaft hat das dortige Gesundheitsamt die komplette Mannschaft in Quarantäne geschickt. Zudem ist das Risiko sowieso einfach zu groß, dass noch mehr Teammitglieder infiziert sind. Es ist die einzig richtige Entscheidung das Spiel nicht stattfinden zu lassen.“ Um einen Ersatztermin wird sich zeitnah bemüht, versicherten die Verantwortlichen in ihrer Mitteilung.

Doch wann das Spiel nachgeholt werden soll, steht noch in den Sternen. Schon bevor die Spielabsage fix war, äußerte sich Bracher kritisch über die Gesamtsituation: „Es wird problematisch, wenn Spiele ausfallen. Ich weiß nicht, wo wir Nachholspiele im sowieso schon eng getakteten Spielplan integrieren sollen. Außerdem bin ich in Anbetracht des aktuellen Infektionsgeschehens grundsätzlich gespannt, wie die Saison weiter verläuft.“ Für die nächste Woche wird man abwarten müssen, wie sich die Pandemie-Lage weiter entwickelt und ob sich der DHB zu einem Schritt entscheidet wie der BHV.

Haspo-Vorsitzender gelassen: "Man musste damit rechnen"

Gewohnt gelassen geht Haspo-Vorsitzender Andreas Berghammer mit der Situation um: „Man musste damit rechnen, denn warum sollte das Virus einen Bogen um den Handball machen?“ Er erinnert daran, bereits lange vor Saisonbeginn auf die Gefahr hingewiesen zu haben: „Es war klar, dass es so kommt.“ Umso mehr ärgert es ihn, dass sich der DHB bisher nicht geäußert hat: „Ich halte es für einen Wahnsinn, die Menschen weiterhin durchs Land zu schicken.“ Der BHV habe gemeldet, am 7. November über den weiteren Saisonverlauf zu entscheiden: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir dann weiter sind. Man wird den Modus ändern müssen.“

Trotz der Skepsis habe man bei Haspo die Hygieneregeln engagiert befolgt, betont Berghammer: „Wir wollten keinesfalls die Ersten sein, denen es passiert. Das immerhin haben wir geschafft.“