Haspo in Northeim Letzter muss zum Vorletzten

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Wurfgewalt aus dem Rückraum verkörpert beim Northeimer HC vor allem Malte Wodarz. In den bisherigen sechs Spielen erzielte er 33 Tore. Foto: Imago/Hubert Jelinek

Wenn Haspo Bayreuth in der 3. Handball-Liga Ost nicht frühzeitig an die nötigen Plätze für den Klassenerhalt verlieren will, sollte beim Northeimer HC der erste Sieg gelingen.

Einmal mehr steht für Haspo Bayreuth in der Gruppe Ost der 3. Handball-Liga eine Auswärtsfahrt zu einem bislang noch unbekannten Gegner an. Diesmal führt die Reise zum Northeimer HC in den Süden Niedersachsens. Northeim liegt nahe an der hessischen Landesgrenze und der Universitätsstadt Göttingen. Gar kein Geheimnis ist dagegen die Bedeutung der Partie. Schließlich trifft das Schlusslicht der Staffel dort am Sonntag um 17 Uhr im Kellerduell auf den Tabellenvorletzten.

Der Erfolgsdruck für die Bayreuther hat weiter zugenommen, nachdem sie zuletzt auch nach dreiwöchiger Pause den Weg auf die Siegerstraße immer noch nicht gefunden haben. Während Haspo dem SV Anhalt Bernburg nach vielversprechendem Start mit einer 9:3-Führung noch klar mit 22:31 unterlag, hatten die Gastgeber am vergangenen Wochenende spielfrei. Somit war auch ihr letzter Gegner der SV Anhalt Bernburg, und das Ergebnis war durchaus vergleichbar. Die Northeimer verloren in Sachsen-Anhalt sogar noch ein wenig deutlicher, und zwar mit 21:33. Im Gegensatz zum Spiel in Bayreuth deutete sich ihre Niederlage allerdings schon früh an. Bernburg führte 12:4 (23.) und zog bis auf 30:13 davon (53.). Dieser indirekte Vergleich spricht also ein wenig zugunsten der Bayreuther, aber dafür kann ihr Gegner schon einen Sieg vorweisen. Er hat gegen die Sportfreunde Söhre gewonnen (37:31) und somit einen Punkt auf dem Konto.

Dem Northeimer HC gelang 2014 und 2017 der Aufstieg in die 3. Liga. Seither hält er sich dort, obwohl er aufgrund der geografischen Lage immer wieder unterschiedlichen Staffeln zugeordnet worden ist. Vor der laufenden Saison waren sechs Neuzugänge zu integrieren, von denen einer im Haspo-Lager sogar bekannt sein dürfte. Rückraumspieler Rick Harder kam von der zweiten Mannschaft des HSC Coburg, mit der sich die Bayreuther in den vergangenen Jahren immer wieder spannende Duelle lieferten.

Hauptsächlich setzt sich der Kader der Gastgeber aber aus jungen deutschen Spielern zusammen. Viele von ihnen haben für unterschiedliche Vereine in der Jugend-Bundesliga gespielt. Erfolgreichster Torschütze im Team ist Linksaußen Christian Stoepler, der in den bisherigen sechs Spielen insgesamt 30 Treffer erzielt hat (davon acht per Siebenmeter). Die größte Gefahr aus dem Rückraum geht von Malte Wodarz aus, der 33 Feldtore vorweisen kann.

Doppeleinsatz innerhalbvon drei Tagen

Nach der katastrophalen zweiten Halbzeit im zurückliegenden Heimspiel gab es Redebedarf bei Haspo. „Wir haben das letzte Spiel gut aufgearbeitet“, berichtet Trainer Mathias Bracher. „Ich habe die Jungs erst mal untereinander sprechen lassen, und wir haben das Ganze auch noch mal gemeinsam besprochen, ohne es zu zerpflücken. Die Jungs sind motiviert und haben in dieser Woche gut trainiert.“

Nach den kürzlichen zwei spielfreien Wochenenden steht sein Team nun vor einem Doppeleinsatz innerhalb von drei Tagen: Nach dem Kellerduell folgt am Dienstag um 15 Uhr in heimischer Halle gleich das Derby der beiden einzigen bayerischen Vertreter in dieser Staffel gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten HC Erlangen.

 

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