Ein Dauerproblem der Handwerker bleibt der Nachwuchs. Zwar nehmen die Lehrlingszahlen aktuell wieder etwas zu, doch dies auf Basis des schwachen Vorjahres, als es in Oberfranken ein Minus von fast neun Prozent gab. Lieber Studium als Berufsausbildung, sagen viele, obwohl ein Bachelor-Abschluss keine Garantie für einen guten Job ist. Auch wollen die Kinder oft den elterlichen Handwerksbetrieb nicht übernehmen. Dabei hätten viele Unternehmen hervorragende Chancen, „auch von der Ertragslage her“, sagt Bauer. Die Geschäfte der oberfränkischen Betriebe laufen meistens gut, eine überwiegende Zahl sei sehr zufrieden. Das Handwerk habe großes Potenzial für junge Menschen, die mit Meisterprüfung und betriebswirtschaftlicher Ausbildung zum Unternehmer werden können. Gerade auch für kleine, flexible Betriebe sei „ein unglaublicher Markt da“.