Handball Gute Nachrichten aus Forchheim

Harald Weidmann
Auerbach und Amberg kämpfen hart gegeneinander. Im Bild zu sehen: Daniel Schalanda und Philipp Lulla. Foto: /Peter Mularczyk

Der Rückrundenstart für die SG Auerbach/Pegnitz ist geglückt: Die Handballer schafften einen Arbeitssieg über Amberg.

Besser konnte der Rückrundenstart für die Handballer der SG Auerbach/Pegnitz kaum laufen: Sie selbst schafften einen 37:31-Sieg gegen die HG Amberg, gleichzeitig verlor der letzte ernsthafte Verfolger des BOL-Spitzenreiters, der ESV 27 Regensburg, beim HC Forchheim mit 29:32. Damit beträgt der Vorsprung der Blau-Weißen nun vier Punkte.

Ein Tempospiel mit variabler Abwehr

„Wir haben mit unserem Tempospiel und einer variablen Abwehr gut ins Spiel gefunden, leider hat uns im überwiegenden Teil der ersten Halbzeit die Bewegung in die Tiefe und das Eins-gegen-Eins- Zweikampfverhalten gefehlt“, monierte SG-Trainer Nicholas Neupert. Trotz eines schnellen Starts und einer 3:1 Führung nach wenigen Minuten merkte man seinem Team an, dass es nach der langen Winterpause ein wenig mit dem angesetzten Rost zu kämpfen hatte.

Technische Fehler in der ersten Hälfte

Selbst weitere zwischenzeitliche Drei-Tore-Führungen brachten nicht die nötige Ruhe. Vielmehr ließ man sich immer wieder auf das Spiel der Gäste ein und machte sich das Leben während der gesamten ersten Hälfte durch technische Fehler selbst schwer. Auch wenn der Gastgeber das Spiel anführte, konnte er sich nicht entscheidend absetzen.

„Ein holpriger Start in die Rückrunde“

Neupert zeigte sich im Nachgang verständlicherweise nicht zufrieden mit den ersten 30 Minuten. „Das Spiel war ein holpriger und unangenehmer Start in die Rückrunde. Harte Aktion auf beiden Seiten, zu viele technische Fehler und Pfiffe, die, ebenfalls beidseitig, gelegentlich zu Verwirrungen geführt haben.“ Die Gäste blieben nicht nur in Schlagdistanz, sondern glichen mehrmals aus und konnten das Remis sogar mit in die Pause nehmen. Mit 16:16 wurden die Seiten gewechselt.

Offenbar fand Neupert in der Kabine die richtigen Worte, denn auch wenn es fast drei Minuten dauerte, bis Simon Fleischer die neuerliche Führung erzielte, stand der Gastgeber nun sicherer in der Abwehr und zeigte auch mehr Zug zum Tor. Bastian Schaller, einer der Aktivposten der Gäste konnte noch einmal ausgleichen, bevor die Blau-Weißen mit vier Toren am Stück eine gewisse Vorentscheidung herbeiführten (21:17).

Gastgeber finden immer besser ins Spiel

Man schrieb zwar erst die 35. Spielminute, doch der Gastgeber fand nun immer besser und sicherer ins Spiel. Amberg konnte den Rückstand noch einmal auf zwei Tore verkürzen (22:20), musste ab der 40. Minute jedoch ohne Bastian Schaller, auskommen, der den Rest der Partie verletzt von der Bank aus verfolgen musste. Eines ihrer Aktivposten im Rückraum beraubt, wurde das Spiel der Gäste einseitiger und konzentrierte sich mehr auf Julian, den zweiten der Schaller-Brüder. Spätestens als in der 44. Minute auch noch Philipp Lulla mit einer Roten Karte bedacht wurde, brach die Gegenwehr der Gäste ein Stück weit ein.

Die SG nutzte die Gelegenheit zu einem weiteren Zwischenspurt und stellte die Weichen mit drei Toren am Stück endgültig auf Sieg (28:22). In den letzten zehn Minuten kam mit Volker Hackenberg sowohl noch etwas mehr Sicherheit in die Defensive, als auch Torgefahr von der linken Seite, wo der Routinier bis zum Abpfiff in unnachahmlicher Manier vier Tore beitrug.

Zweite Hälfte stimmt Neupert zufrieden

Nicholas Neupert zeigte sich am Ende zumindest mit der zweiten Hälfte zufrieden: „Die zweite Halbzeit wurde so gesehen besser genutzt, was den Zug zum Tor angeht. Sicher müssen wir unsere Chancenverwertung und technischen Fehler verbessern, aber trotzdem haben wir das Soll erfüllt und konnten so unsere Platzierung verteidigen.“

Kurz nach dem Schlusspfiff kam auf und neben dem Feld noch einmal etwas Jubel auf, als Hallensprecher Paul Rupprecht die Regensburger Niederlage verkündete.

SG Auerbach/Pegnitz: Seiffert, Kroher, Bauer, Tannenberger 3, Raß 7, Fleischer 1, Bruckmayer 3, Pankraz 8/4, Schalanda 2, Deinzer, Neuß 8, Hackenberg 4, Förster 1.

 

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