Halbjahreszahlen KSB nimmt wieder Fahrt auf

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Nach einem eher verhaltenen ersten Quartal ist der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB zum Halbjahr wieder besser in Schwung gekommen.

Für den KSB-Konzern – hier ein Foto aus der Gießerei im Werk Pegnitz – lief es im zweiten Quartal wieder besser. Foto: Robert Kwiatek/KSB

Der entscheidende Satz kommt zum Schluss der Mitteilung über das zweite Geschäfts-Quartal. Dort wird Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung, zitiert: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die zu Jahresbeginn veröffentlichte Prognose erfüllen werden.“ Die war zwar mit einem erwarteten Umsatz von 2,9 bis 3,2 Milliarden Euro, einem Auftragseingang von 3,1 bis 3,5 Milliarden Euro und einem operativen Gewinn (EBIT) von 220 bis 265 Millionen Euro nicht gerade euphorisch ausgefallen, aber immerhin. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hat der Konzern mit seinen weltweit rund 16.800 Mitarbeitern erstmals mehr als drei Milliarden Euro Umsatz gemacht und einen Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) von 252,1 Millionen Euro erreicht.

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Schließlich muss sich auch KSB mit Sitz im pfälzischen Frankenthal und einem Werk mit rund 1600 Mitarbeitern in Pegnitz mit dem derzeit alles andere als rosigen wirtschaftlichen Umfeld auseinandersetzen. Das erste Halbjahr 2026 war erneut durch globale Disruption geprägt, maßgeblich verursacht durch den im Februar entfachten Krieg zwischen den USA und dem Iran. Dieser hat weltweit zu Investitionszurückhaltung, Preissteigerungen und vielfachen logistischen Engpässen geführt“, sagt Timmermann dazu, und: „Angesichts der Marktschwäche in China und Europa und damit verbundenen Sparprogrammen bei Schlüsselkunden von KSB freue ich mich über den erreichten Auftragseingang. Nun gilt es, Umsatz und Profitabilität – wie in den Vorjahren – durch eine starke Produktionsleistung im zweiten Halbjahr zu sichern. Das internationale Führungsteam hat bereits frühzeitig ergebnisstützende Kostenmaßnahmen eingeleitet, die vor allem im zweiten Halbjahr wirksam werden.“

Im ersten Halbjahr hat sich vor allem der Auftragseingang sehr positiv entwickelt und zwar auf 1,849 Milliarden nach 1,698 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Aufträge für 836 Millionen kamen dabei im zweiten Quartal herein (plus zwei Prozent). Zuwächse gab es mit 272 Millionen Euro (plus 9,6 Prozent) im Segment KSB SupremeServ, in dem der Konzern das Geschäft mit Ersatzteilen und Servicedienstleistungen bündelt sowie mit 462 Millionen Euro (plus 1,0 Prozent) im Bereich Pumpen. Das Segment Armaturen musste allerdings ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 10,9 Prozent auf 102 Millionen Euro hinnehmen. Der Löwenanteil der Steigerung im ersten Halbjahr ist einem Großauftrag für ein Kraftwerk in Osteuropa zu verdanken, den KSB bereits nach dem ersten Quartal vermeldet hat. Allerdings habe man auch nennenswerte Aufträge für die Raumkühlung in Rechenzentren erhalten.

Minimales Umsatzplus

Beim Umsatz legte KSB im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um gerade sechs Millionen auf 1,471 Milliarden Euro zu. 760 Millionen Euro entfielen auf das zweite Quartal, ein Plus von 0,5 Prozent zum Vorjahr und 6,7 Prozent mehr als im ersten Quartal. Dabei lagen Pumpen (1,7 Prozent) und Armaturen (1,2 Prozent) leicht im Plus, SupremeServ mit einem Rückgang von 1,8 Prozent moderat im Minus.

Die wichtigste Kennzahl bleibt der operative Gewinn, und der schrumpfte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um knapp zehn auf 98,4 Millionen Euro. Dabei konnte der Rückgang im zweiten Quartal auf noch vier Millionen auf 58,5 Millionen Euro verringert werden.