Gruppeninterne Lösung Hagebaumärkte in der Region verkauft

Der Hagebaumarkt in Bayreuth gehört zu den Märkten, die die Danhauser-Gruppe jetzt verkauft hat. Foto: Ralf Münch/Archiv

BAYREUTH/AMBERG. Die Danhauser-Gruppe, zu der unter anderem die Hagebaumärkte in Bayreuth, Kemnath, Marktredwitz und Münchberg sowie ein Bauzentrum in Kulmbach gehören, hat einen neuen Eigentümer. Dabei handelt es sich um eine Lösung, die auch den rund 650 Mitarbeitern gefällt.

Seit März stand die Gruppe mit Sitz in Amberg, die in der Oberpfalz und Oberfranken unter anderem 14 Hagebaumärkte betreibt, zum Verkauf. Seither schwebte die Belegschaft zwischen Hoffen und Bangen, denn der Verkaufsprozess werde grundsätzlich offen geführt, sagte Danhauser-Pressesprecher Hans-Joachim von Wartenberg damals gegenüber dem Kurier.

Alle Märkte bleiben erhalten

Jetzt also die gute Nachricht. Neben der Beteiligungsgesellschaft der Hagebau-Gruppe beteiligen sich fünf von insgesamt 370 selbstständigen Hagebau-Gesellschaftern aus Bayern an der Danhauser-Gruppe und übernehmen gemeinsam die Mehrheit. „Alle Märkte bleiben erhalten und für die Mitarbeiter ändert sich nichts“, sagte Wartenberg jetzt auf Anfrage.

Arbeitnehmervertreter zufrieden

Deshalb ist auch Gerd Döring zufrieden. Er ist der Arbeitnehmervertreter in der BHG AG mit Sitz in Bayreuth, in der acht als Franchise betriebenen Hagebaumärkte in Bayreuth, Münchberg, Marktredwitz, Kemnath, Weiden, Amberg, Regenstauf und Schwandorf sowie das Bauzentrum in Kulmbach gebündelt sind. „Damit ist der Wunsch der Mitarbeiter erfüllt, dass an andere Franchisenehmer aus der Hagebau-Gruppe verkauft wird. Herr Danhauser hat Wort gehalten und sein Unternehmen nicht zerschlagen“, sagte Döring dem Kurier. Das sei unter den gegebenen Umständen eine gute Lösung. Er vertraue auch der Zusage, dass sich für die Mitarbeiter nichts ändert.

163-jährige Familiengeschichte endet

Auch in einer Mitteilung der Danhauser-Gruppe wird betont, dass das Unternehmen als Einheit erhalten bleibe. Mit dem Verkauf kämen die Gesellschafter Luitpold Danhauser und Jochen Kulow auch dem Wunsch der Mitarbeiter entgegen, die Gruppe in erfolgreich arbeitenden Strukturen zu halten. „Für uns ist heute ein guter und zugleich emotionaler Tag: Wir freuen uns sehr, dass ein Hagebau-Konsortium unsere gesamte Firmengruppe mit insgesamt 650 Beschäftigten und Auszubildenden erworben hat“, wird Luitpold Danhauser zitiert. Zugleich gehe jedoch mit dem Verkauf der Firmengruppe eine 163-jährige Familiengeschichte zu Ende.

Verkauft werde das operative Geschäft an Kollegen aus Bayern, zu denen teils jahrzehntelange freundschaftliche Verbindungen bestünden. Es handelt sich um die Firmen Bauzentrum Mayer in Ingolstadt, Hans Batzner in Ebern, Segl Bauzentrum in Eging am See, Artinger & Ohneis in Neufahrn sowie Schneider in Erlstätt. Johannes M. Schuller, Geschäftsführer bei Bauzentrum Mayer und Sprecher des Konsortiums, sagte: „Wir fühlen uns der Tradition des Unternehmens Danhauser verpflichtet und werden es in diesem Sinne gemeinsam weiter fortführen.“

Über Kaufpreis und Beteiligungsverhältnisse im Detail wurde Stillschweigen vereinbart. Das Kartellamt muss noch zustimmen.


Die Unternehmen

Die Danhauser-GruppeDie ist mit 14 Fachmärkten im Bereich Baumärkte und Baustofffachhandel in Oberfranken und der Oberpfalz tätig. Der Hagebaumarkt in Bayreuth ist mit einem gut 43.000 Quadratmeter großen Grundstück und mehr als 12.000 Quadratmetern Verkaufsfläche der größte und auch der einzige Kombistandort mit Baustoff- und Einzelhandel. Außerdem sitzt hier die BHG AG, die die Danhauser-Gruppe 1990 übernommen hatte und in der heute auch die acht als Franchise betriebenen Hagebaumärkte in Bayreuth, Münchberg, Marktredwitz, Kemnath, Weiden, Amberg, Regenstauf und Schwandorf sowie das Bauzentrum in Kulmbach gebündelt sind. Die Danhauser-Firmengruppe hat 650 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 170 Millionen Euro.

Die Hagebau Handelsgesellschaft ist eine durch rund 370 rechtlich selbstständige, mittelständische Unternehmen im Fach- und Einzelhandel getragene Kooperation mit mehr als 1750 Standorten in Europa. Der Umsatz liegt bei deutlich über sechs Milliarden Euro.

 

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