Grundstücke gesucht Für Studenten Wohnungen schaffen

Kulmbach sucht nach geeigneten Grundstücken, um junge Leute zu binden. Weil die Nachfrage groß ist, könnten die Probleme auf dem Wohnungsmarkt noch größer werden

Die Baupreise bleiben hoch, weil die energetischen Anforderungen gestiegen sind. Foto: dpa/Oliver Berg

Kulmbach - Die Lage auf dem Immobilienmarkt in der Region kennt Florian Naumann gut. Er ist Immobilienfachwirt bei der Jöna Immobilien. Das Unternehmen ist in Kulmbach und Bayreuth tätig. Ob Bauland oder Wohnungen – beides sei „ziemlich rar“ im Moment. Für die Kommunen sei es nicht leicht, geeignete Grundstücke zu finden. Und auch der Wohnraum werde knapp: „Nach Kulmbach werden in einem halben Jahr vermehrt Studenten kommen“, sagt Naumann. Von 200 jungen Leuten gehe die Uni derzeit aus.

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Ein erstes Studentenwohnheim mit 50 Plätzen ist bereits in Petzmannsberg gebaut worden. Doch dies wird nicht reichen. Daher will die Stadt in der Pestalozzistraße in der alten Mälzerei Studentenwohnungen schaffen. Rund 70 Wohnungen entstehen ebenfalls in der Pestalozzistraße 9, die von Jöna verkauft werden. „50 bis 75 Prozent davon haben wir bereits veräußert“, sagt Naumann. 29 Ein-Zimmer-Wohnungen und 42 Zwei-bis Vier-Zimmer-Wohnungen sollen dort in Zukunft vermietet werden. „Wir erleben es auch, dass Menschen, die aus der Region stammen und weg waren, jetzt wieder in ihre Heimat zurückkommen.“

Durch das Homeoffice können die Leute auch im ländlichen Raum gut arbeiten, sofern sie eine gute Internetverbindung haben. Die Preise blieben auch deshalb hoch, weil die energetischen Anforderungen gestiegen seien, so Naumann. Was wiederum zu höheren Baukosten führe - von Bezugsproblemen beim Baumaterial ganz abgesehen. „Für mich sind die steigenden Baukosten die treibende Kraft für steigende Preise.“

Der soziale Wohnungsbau werde zwar gefördert, sei jedoch nicht wirklich günstiger. Ein Erschwernis: Die amtlichen Verfahren der Bauämter dauerten oftmals lang. „Hier wäre eine größere Flexibilität wünschenswert.“ Andererseits scheitern Projekte auch an den unmittelbaren Nachbarn, die Einwände hätten. Florian Naumanns Prognose lautet deshalb: „Die Wohnungsknappheit wird weiter zunehmen.“ ue