Eigentlich sollte es die Beratungsstelle „Queerbeet“ nicht geben müssen. In Deutschland im 21. Jahrhundert kann offiziell jeder so leben, wie er will, wenn er sich an Recht und Gesetz hält. Die sexuelle Orientierung? Völlig egal. Trotz aller Bekenntnisse zur Toleranz führen dennoch nach wie vor viele Menschen ein für sie falsches Leben. Der Kreisverband Wunsiedel des Roten Kreuzes will genau hier ansetzen und Betroffenen aus der sogenannten LSBT*IQA-Community beistehen. Die Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche, queere und asexuelle Personen. Seit wenigen Tagen gibt es die erste offizielle Beratungsstelle für diese Zielgruppe in Oberfranken. „Letztlich handelt es sich um Personen, die durch die restliche Beratungslandschaft oft nicht abgedeckt werden können oder die befürchten, nicht angenommen zu werden“, sagt Theresa Aures. Die Psychologin leitet die Beratungsstelle „Queerbeet“.