Große Spende Fernsehlotterie hilft Bayreuther Frauenhaus

Das Bayreuther „Haus Monika“ zum Schutz von Frauen und Kindern erhält wichtige Förderung – 53.500 Euro Unterstützung für die Ausstattung von Übergangswohnungen.

Bozena Schiepert, Vorstand des Caritasverband Bayreuth für die Stadt und den Landkreis Bayreuth, Verena Porsch, Leiterin von Haus Monika und Stephan Masch von der Deutschen Fernsehlotterie bei der symbolischen Übergabe der Fördersumme (von links) Foto: Max Thümmel

Der gemeinnützige Caritasverband Bayreuth für die Stadt und den Landkreis Bayreuth kann sich über eine zweckgebundene Förderung der Deutschen Fernsehlotterie in Höhe von 53.500 Euro freuen. Die Zuwendung Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie wird für die Ausstattung und Möblierung von sechs Wohnungen im Bayreuther „Haus Monika“, einer Nachsorgeeinrichtung für Frauen und Kinder nach häuslicher Gewalt, eingesetzt. Gefördert werden dabei die Ausstattung von Küchen-, Wohn- und Sozialräumen. Damit ist ein zentraler Baustein der Einrichtung finanziell abgesichert. Die Gesamtkosten des Neubaus und der Einrichtung des „Haus Monika“ belaufen sich auf über 2,5 Millionen Euro.

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Spende hilft Frauen und Kindern beim Neustart

„Die Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie ermöglicht es uns, Frauen und ihren Kindern nach der Zeit im Frauenhaus einen sicheren, würdevollen Neustart zu ermöglichen. Dafür sind wir allen Mitspielern der bekannten Soziallotterie für jedes erworbene Los dankbar. Eine vollständig ausgestattete Wohnung ist dabei weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf – sie ist die Grundlage für Stabilität, Sicherheit und neue Perspektiven“, erklärt Bozena Schiepert, Vorstand des Caritasverbands Bayreuth für die Stadt und den Landkreis Bayreuth.

Haus Monika in Bayern einzigartig

Mit dem „Haus Monika“ bietet der Caritasverband eine im Freistaat Bayern bislang einzigartige Nachsorgeeinrichtung. In sechs abgeschlossenen Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen finden bis zu sechs Frauen und bis zu 16 Kinder gleichzeitig Schutz und sozialpädagogische Begleitung. Das Hilfsangebot schließt gezielt die Lücke zwischen dem Aufenthalt im Frauenhaus und dem Einzug in eigenen Wohnraum. Es ermöglicht betroffenen Frauen, sich zu stabilisieren, neue Lebensperspektiven zu entwickeln und ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben aufzubauen. Besonders für Kinder entsteht ein geschütztes Umfeld, das Sicherheit und Entwicklung fördert.

Basis für dieses neue und wichtige Hilfsangebot war die Erbschaftsspende der sozial engagierten Bayreutherin Elisabeth Schmidt an die Caritas. Sie hatte dem Trägerverein ihr Haus mit einem großzügigen Grundstück vererbt. Dies mit der Auflage, es im Sinne von bedürftigen Frauen zu nutzen. Weiterhin beteiligte sich die Oberfrankenstiftung mit 360.000 Euro und die Erzdiözese Bamberg mit 700.000 Euro an dem sozialen Vorhaben.

Bezahlbarer Wohnraum fehlt

Verena Porsch, Leiterin von Haus Monika: „Viele Frauen können das Frauenhaus nicht verlassen, obwohl sie bereits stabilisiert sind, weil bezahlbarer Wohnraum fehlt. Dadurch bleiben dringend benötigte Schutzplätze blockiert.

Noch gravierender ist die Folge für die Betroffenen. Rund 25 bis 30 Prozent der betroffenen Frauen kehren mangels Alternativen zum gewalttätigen Partner zurück. Für die Kinder bedeutet dies häufig eine Fortsetzung belastender Lebenssituationen mit langfristigen psychischen Folgen. Unser Haus Monika durchbricht diesen Kreislauf, indem es einen sicheren Übergang schafft und Rückfälle in Gewalt verhindert“, so Porsch.

Investition in Würde und Zukunft

„Unsere Förderung ermöglicht die vollständige und bedarfsgerechte Einrichtung der Wohnungen. Dies ist entscheidend, da viele Frauen unter akuten Bedingungen flüchten und kaum persönliche Gegenstände mitbringen können. Die Ausstattung verbleibt dauerhaft in der Einrichtung und kommt über Jahre hinweg zahlreichen Frauen und Kindern zugute. Sie ist eine nachhaltige Investition in Schutz, Würde und Zukunft“, so Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie.